Auslandssemester: „Ein halbes Jahr weg vom Alltag“

Auslandssemester: „Ein halbes Jahr weg vom Alltag“

Walter Horn Walter Horn, Tips Redaktion, 12.02.2019 17:06 Uhr

TAISKIRCHEN. „Es ist auf jeden Fall die Erfahrung wert“, sagt der 25-jährige FH-Student Lothar Höfer über sein Auslandssemester, das er von September 2018 bis Jänner 2019 in Utrecht (Niederlande) absolviert hat.

Der Taiskirchner besuchte das Gymnasium Ried, brach diese Ausbildung aber in der Oberstufe ab und absolvierte eine Lehre als Speditionskaufmann. In diesem Job hat er auch fünf Jahre lang gearbeitet. Das war ihm aber nicht genug: „Ich wollte mich weiterbilden.“

Studienbefähigungslehrgang

Um ohne Matura studieren zu können, machte Höfer den Studienbefähigungslehrgang. Das bedeutete, ein Jahr lang neben dem 40-Stunden-Job drei Mal pro Woche je vier Stunden Abendkurse zu absolvieren – lernen und Hausaufgaben kamen noch dazu.

Nach dem Lehrgang bewarb er sich bei der FH Steyr und begann dort ein sechssemestriges Bachelorstudium in International Logistic Management (ILM).

In diesem Studium ist ein Auslandssemester Pflicht, das die meisten Studenten im dritten Semester absolvieren.

Auslandssemester

Zur Auswahl stehen Universitäten auf der ganzen Welt. Lothar Höfer bekam einen Platz in Utrecht – zum einen, weil die Niederlande in Logistik fortgeschritten sind, zum anderen, weil zwei Kollegen auch nach Utrecht gingen. Die Stadt ist die zweitgrößte Studentenstadt in den Niederlanden, die Universität hat rund 100.000 Studierende.

Weil er vor dem Studium schon gearbeitet hatte, bekam Höfer neben einem Erasmus-Zuschuss auch ein Stipendium und einen Auslandszuschuss.

Trotz der Größe der Uni bezeichnet Höfer die Atmosphäre als familiär: „Wenn man offen ist und auf die Menschen zugeht, lernt man schnell viele Leute kennen.“

Andere Kurse

Im Auslandssemester sollen die Studierenden nicht ihr eigentliches Studium vertiefen, sondern andere Kurse absolvieren. Daher belegte Höfer Kurse in IBS (International Business Skills), das unter anderem Marketing, Verkauf und „Intercultural Management“ umfasst. Dort werden zukünftige Führungskräfte auch auf gehobenes Networking vorbereitet: Zu den Kursen gehören auch Weinverkostungen und Golf.

„Man muss flexibel sein“

„Das Niveau ist vergleichbar, manche Projekte waren aber herausfordernd“, sagt Höfer über das Studium. „Es ist eine komplette Umstellung – auch weil man fast immer Englisch reden muss. Man muss aus der Komfortzone raus und flexibel sein.“ Ein halbes Jahr weg vom Alltag zu sein, war für Höfer eine positive Erfahrung. In schlechter Erinnerung hat er nur eines: das Wetter.

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