„Safety first“: Gut gesichert starten die Pramtalkraxler wieder voll durch
 

„Safety first“: Gut gesichert starten die Pramtalkraxler wieder voll durch

Alexandra Dick Alexandra Dick, Tips Redaktion, 25.03.2014 08:15 Uhr

Pramtal. Zwei Jahre liegt der Tag zurück, an dem zwei Mitglieder der Pramtalkraxler bei einer Showeinlage zehn Meter in die Tiefe stürzten. Aus diesem Unfall haben die Maibaum-Akrobaten gelernt und starten nach der zweijährigen Pause wieder voll durch – nun aber gut gesichert.

Wenn man die Maibaum-Akrobaten aus dem Pramtal bei ihrer akrobatischen Showeinlage in beängstigender Höhe beobachtet, wird es einem schon ein bisschen mulmig. Wie gefährlich das Hobby der Pramtalkraxler tatsächlich ist, hat ein Unfall vor zwei Jahren gezeigt, bei dem zwei junge Männer aus zehn Metern abstürzten.  Seit damals sind die Pramtalkraxler auf keinen Maibaum mehr gestiegen – bis jetzt. Die beiden Verletzten sind zum Glück wieder genesen. Dennoch waren sich die Männer einig, dass es ohne Sicherung kein Maibaumkraxln mehr geben wird. Die Kraxler haben aus den Fehlern der Vergangenheit gelernt und nach einer geeigneten Möglichkeit gesucht, eine Sicherung für ihre Darbietungen zu finden, die kein weiteres Hindernis darstellt. Seilsicherungen, Strohballen oder Schaumstoffmatten auf dem Boden: Vieles war im Gespräch, jedoch nicht wirklich in die Praxis umzusetzen. Also erstellten die jungen Männer ein Konzept für ein Fallschutzkissen, das einer „Kinderhüpfburg“ ähnelt. Gemeinsam mit einer Fachfirma wurde das etwa 8x5 Meter große Kissen mit einer Höhe von einem Meter entworfen. Dieses umschließt den Maibaum von drei Seiten vollkommen und ermöglicht eine sanfte Abfederung, ohne den Stürzenden wieder in die Luft hochzuschleudern. Es lässt genügend Platz, um problemlos zum Baum zu gelangen. Denn die Fallsicherung sollte nicht unnötig mit dem Harz und dem Pech, das die Kraxler an Händen und Füßen haben, in Kontakt kommen. Somit wird es auch keine zusätzlichen Showeinlagen auf dem Kissen geben. Die Kosten für das Fallschutzkissen betragen etwa 4.000 Euro – eine Investition, die sich, fragt man die Pramtalkraxler, auf alle Fälle lohnt. „Es soll nicht eine andere Kraxlergruppe denselben Fehler machen wie wir und keine Sicherung verwenden“, so der Sprecher der Gruppe, Stefan Kumpfmüller. Spannend wie eh und je Trotz dieser Sicherheitsmaßnahme ist und bleibt das Showkraxeln immer noch ein gefährliches Hobby. „Gefahren gibt es überall – im Straßenverkehr, beim Glühbirnenwechseln und so weiter – also gibt es auch beim Maibaumkraxln immer noch Gefahren. Doch ich würde sagen, dass wir mit diesem Fallschutzkissen die Gefahren bestmöglich ausgeschaltet haben“, vertraut Kumpfmüller auf das Kissen. Die Pramtalkraxler wollen mit diesem Kissen nun wieder „sicher“ in die kommende Saison starten. Seit einigen Wochen trainieren sie dafür intensiv. Das Programm hat an Dramatik und Spannung nichts verloren und ist atemberaubend wie eh und je. Und so dürfen sich die Zuschauer bald wieder auf spannende Showeinlagen freuen. „Jeder der uns kennt, weiß, dass wir uns immer wieder Neuigkeiten einfallen lassen“, so Kumpfmüller. Obwohl sie gerade erst wieder mit dem Maibaumkraxln begonnen haben, sind schon die ersten Termine fixiert. Am 1. Mai sind die Pramtalkraxler beim Maibaumaufstellen in St. Marien. „Wir freuen uns aber auch über weitere Anfragen“, so Kumpfmüller, der die Veranstalter auffordert, schnell zu sein, denn ab heuer werden die Kraxler aus dem Pramtal nur noch einmal pro Tag auftreten.Kontakt Kontakt für Auftrittsanfragen: www.pramtalkraxler.at facebook.com/pramtalkraxler Tel. 0660/5644503
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