Positive Effekte durch Digital Tracking

Positive Effekte durch Digital Tracking

Redaktion Linz-Land Online Redaktion, 23.10.2017 14:49 Uhr

TRAUN/LINZ/STEYR. FH-Absolvent Jürgen Vogel aus Traun beschäftigte sich in seiner Masterarbeit mit digital unterstützter Rehabilitation und untersuchte in einer komplexen Studie über einen Zeitraum von acht Monaten, wie sich digitales Tracking von Freizeitaktivitäten bei Patienten mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen während der Rehabilitation auswirkt. Mit Erfolg.

Bewegungsmangel wirkt sich negativ auf das kardiometabolische Risiko aus. Trotzdem konnte in den letzten Jahren stets eine Reduktion des Bewegungsausmaßes unter Erwachsenen beobachtet werden. Parallel dazu stieg das Interesse, die eigenen Aktivitäten mithilfe digitaler Hilfsmittel aufzuzeichnen.

Diesen Trend nahm Absolvent Jürgen Vogel gemeinsam mit einer Forschergruppe der FH OÖ aus dem Bereich Digital Business mit zum Anlass, den Einsatz digitaler Technologien und ihre Wirkung während der Rehabilitation von Patienten nach einem kardialen Akutereignis wie Herzinfarkt zu untersuchen.

Komplexe Studie

Vogel untersuchte in einer komplexen Studie über einen Zeitraum von acht Monaten, wie sich digitales Tracking von Freizeitaktivitäten bei Patienten mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen während der Rehabilitation auswirkt. Das Ergebnis: Umfangreiche leistungsphysiologische Untersuchungen ergaben, dass HKE-Patienten mit digitalen Activity Trackern ihre Leistungsfähigkeit im Vergleich zu einer Kontrollgruppe signifikant, nämlich um 15 Prozent, verbessern konnten.

Jene Patienten ohne Smart Wearables verzeichneten in Teilen des Vergleichszeitraums hingegen eine deutliche Verschlechterung ihrer Leistungsfähigkeit. Außerdem liefern die Studienergebnisse erstmals ein umfangreiches Profil von HKE-Patienten zu Schritten, verbrannten Kalorien, Aktivitäten mit unterschiedlichen Intensitätslevels oder zum Sitzverhalten über einen längeren Zeitraum.

Wertvolle Erkenntnisse

„Die Studie liefert somit neuartige und wertvolle Erkenntnisse über den Einsatz von Smart Wearables in der Rehabilitation von Patienten mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen und erweitert das Verständnis für mögliche erzielbare Effekte. Sie kann dabei unterstützen, neue Selbstmanagement-Ansätze im Rahmen von Rehabilitationsmaßnahmen zu entwickeln und sich in weiterer Folge positiv auf den Gesundheitszustand und Erfolg solcher Maßnahmen auswirken.“ 

Arbeit eingereicht

Nach Abschluss der Masterarbeit 2016 und beinahe 12-monatiger Arbeit am Manuskript, reichte Jürgen Vogel im Mai 2017 gemeinsam mit seinen Co-Autoren Andreas Auinger (FH OÖ), René Riedl (FH OÖ und JKU), Harald Kindermann (FH OÖ), Markus Helfert (Dublin City University) und Helmuth Ocenasek (CARDIOMED) erstmals bei PLOS ONE einen fertigen Entwurf ein. Nach weiteren 20 Wochen intensivem Reviewing-Prozess wurde eine mehrfach überarbeitete Fassung schließlich vom Journal akzeptiert. „Es freut mich besonders, dass unsere Studie von einem international hoch angesehenen Journal zur Veröffentlichung angenommen wurde, weil dadurch die inhaltliche und methodische Qualität unserer Forschung zum Ausdruck kommt“, freut sich René Riedl, Professor für Digital Business und Innovation an der FH OÖ.

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