Wenn Reflexe nicht verschwinden: Rota-Therapie bringt ganzheitliche Förderung
 

Wenn Reflexe nicht verschwinden: Rota-Therapie bringt ganzheitliche Förderung

Martina Gahleitner Martina Gahleitner, Tips Redaktion, 12.02.2013

ULRICHSBERG. Lesen, Schreiben, Rechnen: Die meisten Kinder schaffen es problemlos, diese Kulturtechniken zu lernen. Andere haben ihre Schwierigkeiten damit – und hier liegt die Ursache oft tiefer, als Eltern denken. Michaela Koblinger will in ihrem neu gegründeten Institut für ganzheitliche Förderung das Bestmögliche aus den Kindern rausholen.

Ihre Karriere als Trainerin begann für Michaela Koblinger mit einer Legasthenie-Ausbildung: Damit half sie nicht nur ihrem mittlerweile erwachsenen Sohn, Probleme in der Schule zu meistern, sondern auch anderen Kindern. „Es ist immer Potenzial bei Kindern da – das muss man rausholen“, betont Michaela Koblinger, die sich laufend fachlich weiterbildet. Bei ihrer täglichen Arbeit hat sie die Rota-Therapie überzeugt: „Dabei schaut man sich frühkindliche Bewegungsmuster an, die ab einem gewissen Alter verschwunden oder weiterentwickelt sein sollten. Bleiben die Reflexe bestehen, beeinträchtigt das die Entwicklung von Bewegung und Wahrnehmung“, erklärt Koblinger näher. Sind Kinder unkonzentriert, haben Probleme beim Abschreiben von der Tafel oder mit der Feinmotorik, so liegt das oft an den noch vorhandenen Reflexen.   Vorbeugend einsetzen   Am besten wirke die Rota-Therapie bei Säuglingen. „Wenn organisch alles in Ordnung ist, aber das Baby sich nicht wohlfühlt, viel weint, nicht schlafen will oder an Verstopfungen leidet, kann man mit gezielten Rotations-Übungen gute Erfolge erzielen“, weiß die Trainerin aus Erfahrung. „Die Übungen sind ganz einfach zu erlernen, meist muss man nur den Alltag ein bisschen umgestalten und eben Bewegung in alle Richtungen reinbringen – das gibt dem Gehirn wichtige Nahrung.“ Früher sei die Rotation etwa beim Wickeln mit Stoffwindeln oder beim Anziehen automatisch passiert, heute geht das immer mehr verloren.   Eltern sind Co-Trainer   Bei den Behandlungen schaut sich Michaela Koblinger an, welche Reflexe das Kind in seiner Entwicklung behindern. So individuell diese sind, so individuell ist auch die Förderung. „Die eigentliche Arbeit liegt bei den Eltern, sie müssen die Übungen zu Hause mit dem Kind machen“, setzt die Therapeutin auf ihre Co-Trainer: „Ich gebe mein Wissen an die Eltern weiter, damit ich auch möglichst vielen Kindern helfen kann.“   Information: Tel. 0664/523 71 31 http://www.ganzheitliche-foerderung.com
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