IMPULS schützt Kinder vor Gewalt und hilft den Familien

IMPULS schützt Kinder vor Gewalt und hilft den Familien

Wolfgang Macherhammer Wolfgang Macherhammer, Tips Redaktion, 22.03.2019 10:56 Uhr

VÖCKLABRUCK. Seit über 25 Jahren ist das IMPULS Kinderschutzzentrum/Familienberatung im Bezirk beheimatet. Die Beratungsstelle ist Teil des Vereins Sozialzentrum Vöcklabruck und wird von Land OÖ, Abteilung Kinder- und Jugendhilfe, dem Bundesministerium für Frauen, Familien und Jugend und dem Sozialhilfeverband Vöcklabruck finanziert.

Das Anliegen des Kinderschutzzentrums ist die Unterstützung von Familien und der Schutz des Kindes vor Gewalt. Unsere Hilfe orientiert sich an den Bedürfnissen von Kindern, Jugendlichen und Familien. IMPULS begleitet und hilft beim Erweitern von Handlungsspielräumen, beim Aktivieren der familiären Ressourcen und beim Finden von neuen Lösungen. Im Jahr 2018 wurden 1.829 Personen aus dem Bezirk Vöcklabruck in insgesamt 4.312 Stunden durch Beratungen, Psychotherapien für Kinder und Jugendliche, bei der Familien- und Scheidungsberatung am Bezirksgericht, in der psychosozialen und juristischen Prozessbegleitung, in Kinder- und Elterngruppen nach Trennung und Scheidung und als Kinderbeistand begleitet und betreut.

IMPULS stellt individuelle Angebote, welche angefragt und benötigt werden sobald sich jemand Sorgen um Kinder und Jugendliche macht. Die Beratungsstelle bietet in Form der Prozessbegleitung auch wichtige Hilfestellung an, wenn Minderjährige Opfer von Gewalt und sexuellem Missbrauch wurden. Schon bei der Frage, ob eine Anzeige gemacht werden soll oder nicht, helfen die geschulten Mitarbeiter*innen von IMPULS. 

Prominenter politischer Besuch

Über das Leistungsvolumen und die inhaltliche Arbeit informierten sich Sozial-Landesrätin Birgit Gerstorfer und Nationalrätin Doris Margreiter bei einem Besuch in der Beratungsstelle. „Seit 1989 ist in Österreich Gewalt in der Erziehung verboten. Dieses Gesetz untersagt Eltern, jegliche Gewalt als Erziehungsmittel anzuwenden und dem Kind körperliche oder seelische Leiden zuzufügen. Dennoch müssen immer noch viel zu viele Kinder – 30 Jahre nach Inkrafttreten dieses Gesetzes – physische und psychische Gewalt erleiden. Umso wichtiger sind Einrichtungen wie IMPULS, wo die Kinder Hilfe und Beistand finden. Ich bedanke mich im Namen der oö. Landesregierung bei allen Mitarbeitern von IMPULS für ihre wertvolle Arbeit und für ihr großes Engagement“, sagte Birgit Gerstorfer.

„In einer Zeit, in der soziales Engagement bei einem Teil der Gesellschaft mehr als Belästigung, weniger als gesellschaftliche Bereicherung angesehen wird, ist es umso wichtiger, dass es eine Einrichtung wie IMPULS gibt, die sich aus tiefster Überzeugung für andere einsetzen,“ honorierte Doris Margreiter den wichtigen gesellschaftlichen Beitrag des Kinderschutzzentrums.

Beratungsvolumen nimmt zu

Wie wichtig die Arbeit von IMPULS ist, unterstreicht die Tatsache, dass die Zahlen an Beratungs- und Therapiestunden von Jahr zu Jahr steigen und die Wartezeit  für Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie bis zu einem halben Jahr sein kann. Unterstützung ist also dringend notwendig. Neben den Geldern der Förderstellen, benötigt die Einrichtung auch die finanzielle Hilfe über Spenden. An dieser Stelle möchte Norbert Winter, Leiter der Beratungsstelle, sich bei allen Unterstützern herzlichst bedanken. „Durch die finanzielle Hilfe von Gönnern unserer Einrichtung können wir nicht nur die Rahmenbedingungen und somit die Qualität der Arbeit aufrecht halten und weiterentwickeln, sondern sie wird auch als Anerkennung und Wertschätzung unserer Arbeit wahr genommen.“     

Spendenkonto: Verein Sozialzentrum, IBAN: AT62 1860 0000 1602 9548. Kennwort: Kinderschutz   

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