Verschiebung der Pfahlbau-Landesausstellung liegt der Region schwer im Magen

Martina Ebner Martina Ebner, Tips Redaktion, 31.10.2017 14:43 Uhr

ATTERSEE, MONDSEE, SEEWALCHEN. Vor wenigen Tagen erhielten die Bürgermeister der Pfahlbau-Welterbegemeinden Seewalchen, Attersee und Mondsee einen Telefonanruf aus der Kulturabteilung des Landes Oberösterreich, dessen Inhalt ihnen kurzzeitig die Luft raubte. Verlautbart wurde, dass für Landesausstellungen künftig ein Drei-Jahres-Rhythmus vorgesehen sei. Für die Seenregion bedeutet das, dass die für 2020 in den Gemeinden Seewalchen, Attersee und Mondsee vorgesehene Landesausstellung rund um das Thema Pfahlbau ins Jahr 2027 verschoben wird.  

„Das sei beschlossene Sache und zu erwartende Proteste seien sinn- und aussichtslos. Nähere Erklärungen und Begründungen wurden nicht übermittelt“, zeigte sich Attersees Ortschef Walter Kastinger enttäuscht. „Viele kommunale Vorhaben und auch die Aktivitäten unserer Vereine und Organisationen, vor allem im Kulturbereich, in den Tourismusverbänden und in der EU-Leader-Regionalentwicklung, waren auf das Jahr 2020 fokussiert.“

In der Seeregion ist man unter anderem auch über die kürzlich in diversen Medien erschienenen Berichte und die darin enthaltenen Statements irritiert. „Dabei werden Personen zitiert, die wohl nicht für die Region Attersee und Mondsee sprechen können“, sind sich die drei Bürgermeister einig.

Ringen um Lösungen

Durch die Verschiebung sind die drei Standortgemeinden mit einer Tatsache konfrontiert, die sie ziemlich unvorbereitet trifft. „Das Ringen in den Gemeinden um entsprechende Lösungen für die Ausstellungsstandorte war eine große Herausforderung für uns alle. Jetzt, wo in allen drei Gemeinden alles auf Schiene und akkordiert zu sein schien, kommt mit der Verschiebung ein Rückschlag. Vor allem für jene, die in unseren Gemeinden in Ausschüssen und Vereinen seit Monaten und Jahren höchst motiviert, engagiert und ehrenamtlich an den Vorbereitungen zur Landesausstellung 2020 gearbeitet haben“, meint der Mondseer Bürgermeister Karl Feurhuber.

Zahlreiche Highlights

Seewalchens Bürgermeister und Regatta-Obmann Johann Reiter verweist auf einige „Highlights“: „Wir erinnern beispielsweise an die Errichtung der drei Pfahlbau-Info-Pavillons, an die Durchführung der Pfahlbau-Welterbe-Feste, an die großartigen und von tausenden Besuchern begeistert aufgenommenen Einbaum-Regatten in Seewalchen, und vieles andere mehr. In der Region wurden Pfahlbau-Vereine gegründet, die in die Schulen gehen und im Rahmen von Führungen zu Lande und am Schiff jedes Jahr mehrere Tausend Gäste aus Nah und Fern für das Pfahlbau-Thema begeistern.“

Gespräch soll stattfinden

Die in der Region geschaffenen Strukturen und die darin handelnden, regionalen Akteure sind besorgt, wie der Spannungsbogen bis zum Jahr 2027 aufrecht erhalten werden kann. Viele der jetzt aktiven Proponenten der Landesausstellung 2020 werden in zehn Jahren nicht mehr aktiv sein. Das erfolgreich vorgelegte und bis vor Kurzem nie in Frage gestellte Einreichkonzept für die Landesausstellung 2020 und die in den vergangenen Monaten besprochenen Adaptierungen wird man im Jahr 2027 nicht mehr 1:1 umsetzen können. Die Bürgermeister haben daher diese Woche einen Brief an den Landeshauptmann gerichtet und erwarten sich nun möglichst rasch einen Gesprächstermin.

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