Vöcklabrucker Kaufmannschaft und Stadtmarketing wollen ganzjährige Öffnung des Stadtplatzes für Autos

Vöcklabrucker Kaufmannschaft und Stadtmarketing wollen ganzjährige Öffnung des Stadtplatzes für Autos

Wolfgang Macherhammer Wolfgang Macherhammer, Tips Redaktion, 14.05.2018 12:22 Uhr

VÖCKLABRUCK. Die Kaufleute und das Stadtmarketing fordern von der Politik die Einführung einer ganzjährigen Begegnungszone am Stadtplatz. Wie eine Umfrage unter Gewerbetreibenden am Stadtplatz ergab, hat sich diese, über den Winter praktizierte Lösung bewährt und fast durchgehend zu höheren Umsätzen geführt.

Für Obmann Karl Leitner ist das Thema Innenstadt eines der wichtigsten für das Stadtmarketing. Er selbst sieht sich dabei auch als Bindeglied zur Stadtpolitik. Und da gibt es immer wieder Wünsche und Forderungen. Während sich das Stadtmarketing bisher an der Finanzierung des 2012 eingeführten 30-Minuten-Gratisparkens und der Instandhaltung der betroffenen Parkflächen beteiligt hat, will man künftig eine größere finanzielle Gewichtung. Erster Schritt soll die Übernahme der Aufwändung für das Gratisparken durch die Stadtgemeinde sein.

Autosperre wirkt sich aus

Dominic Fellinger, Inhaber von Fellinger Moden, hat sich in seiner Verantwortung als Vöcklabrucker Kaufmann schon lange mit dem Kaufverhalten am Stadtplatz beschäftigt. Er stellte fest, dass sich bei Öffnung des Stadtplatzes für den Autoverkehr in Form der Begegnungszone mehr Konsumenten und auch Besucher in der Innenstadt und vor allem am Stadtplatz aufhielten. Bei Aktivierung der Fußgängerzone werden weniger Umsätze am Stadtplatz generiert als ohne. Eine bei der Kaufmannschaft durchgeführte Umfrage untermauert diese Wahrnehmung. Das Ergebnis zeigt eindeutig, dass bei Öffnung der Fußgängerzone die Umsatzkennzahlen der einzelnen Geschäfte sowie Gastgartenbetriebe anstiegen.

Chaotische Umkehrsituation

Ulrike Holzinger von der Pizzeria de Michele berichtet von einer allgemein chaotischen Verkehrssituation, vor allem vor dem eigenen Geschäft, wo mit Einführung der Fußgängerzone am Oberen Stadtplatz mit 1. April wieder die Wendestelle in Betrieb ist. Dieser „Wendehammer“ funktioniere schlecht bis gar nicht, da die Umkehrfläche oft zugeparkt sei. Schwierig in diesem Bereich des Stadtplatzes sei es zusätzlich auch durch die Baustelle am Haus, wo ehemals die „Zillertaler Trachtenwelten“ untergebracht waren. Hier entstehen vier Geschäftslokale und 15 Wohnungen. Ab 25. Juni werden dann zusätzlich die Arbeiten am Unteren Stadtplatz weitergeführt. Vöcklabrucks Stadtmanager Christian Hemetsberger sieht die Sache als „Balanceakt“, den es zu finden gilt. Es soll eine Arbeitsgruppe eingerichtet werden, die sich mit der Verkehrssituation am Stadtplatz beschäftigt. Er selbst sieht in einer Begegnungszone die ideale Lösung für die Zukunft. Gearbeitet müsse aber gemeinsam daran werden.

Karl Leitner will jedenfalls „agieren, um später nicht reagieren“ zu müssen. „Wir machen Lobbying für den Stadtplatz und müssen halt auch Überzeugungsarbeit leisten. Die Kaufleute und das Stadtmarketing fordern jedenfalls eine rasche ganzjährige Begegnungszone am Stadtplatz unter Einbindung eines geordneten Parkens.“

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