Niklas holt das Friedenslicht und gratuliert Schwester Bernadette in Jerusalem

Niklas holt das Friedenslicht und gratuliert Schwester Bernadette in Jerusalem

Wolfgang Schobesberger Wolfgang Schobesberger, Tips Redaktion, 03.12.2018 15:20 Uhr

Jerusalem/Bethlehem/Linz. Friedenslicht-Kind Niklas Lehner hat das ORF-Friedenslicht sicher von Bethlehem nach Oberösterreich gebracht. Hier wird es nun in der Vorweihnachtszeit an die Gläubigen verteilt.

Der 11-jährige Pfadfinder aus Vorchdorf begeisterte mit seiner fröhlichen und natürlichen Art während, vor und nach der Zeremonie in der Geburtskirche, während der das Friedenslicht entzündet wurde. „Ich war sehr aufgeregt, als ich in die Geburtsgrotte gegangen bin und es war ein gutes Gefühl, dass ich das Friedenslicht anzünden durfte, das dann in der ganzen Welt brennen wird“, so Niklas kurz nach der Zeremonie. „Das Friedenslicht ist nicht nur eine schöne Oberösterreichische Tradition, es ist auch ein Zeichen, dass wir das Glück des Friedens, dass wir hier haben, nicht nur schätzen sollen, sondern auch daran arbeiten, dass es so bleibt“, so Landeshauptmann Thomas Stelzer, der Niklas begleitete.

Stolze Eltern

„Wir sind sehr stolz, ist eh klar, es ist eine große Ehre, dass wir hier dabei sein dürfen“, so Vater Franz Lehner. Obwohl auf Niklas nun einige Termine warten, habe er schon gesagt, dass er das Friedenslicht auch dieses Jahr wieder mit seiner Pfadfindergruppe verteilen möchte, erklärt Mutter Brigitte Lehner. „Es war eine großartige Gelegenheit, wir haben die Geburtsgrotte fast für uns alleine gehabt, wo sonst immer ein großer Andrang herrsche“, so Franz Lehner.

Schwester Bernadette feiert 70. Geburtstag

Bevor Friedenslicht-Kind Niklas in Bethlehem das Friedenslicht abholte, machte er noch Station im Österreichischen Hospiz, um Schwester Bernadette Schwarz zu ihrem 70. Geburtstag zu gratulieren.

Schwester Bernadette wurde vor 70 Jahren im Schloss Brunnwald in Vorderweißenbach geboren. Aufgewachsen ist die jung gebliebene Kreuzschwester in Traberg. Seit 1999 lebt Schwester Bernadette bereits in Israel. 2011 wurde sie zur Vize-Rektorin des Österreichischen Hospiz in Jerusalem bestellt.

Anlässlich ihres Geburtstages und als Anerkennung ihrer Leistungen wurde die bekannte Aussichtsplattform des Hospiz in Schwester Bernadette Aussichtsplattform benannt. „Das freut mich, es war ja auch meine Idee, für die Benutzung der Plattform eine kleine Gebühr zu verlangen“, so die pragmatische Ordensfrau. Zuvor hätten die Leute nur den Dreck dagelassen.

Ihre frühere Heimat vermisst Bernadette „nicht wirklich“. „Zum Glück hat mir der liebe Gott so ein Naturell gegeben, dass ich dort, wo ich bin, zu Hause bin. Es ist schön und wertvoll und gut und auch bereichernd hier zu leben. Ich hätte es mir selber nicht gesucht, aber ich freue mich jetzt, dass ich dazu berufen wurde und dass ich da bin.“

 

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