89.000 Euro teure gebrauchte Lärmschutzwand für Kindergarten

Gerald Nowak Gerald Nowak, Tips Redaktion, 20.06.2012 07:44 Uhr

WELS. Der Kindergarten, den die Heimstätte gerade in der Laahen errichtet, wird ein rich­tiges Schmuckstück. Doch eine 89.000 Euro teure Sache liegt dem Heimstätten-Chef Man­fred Hochhauser im Magen. Es ist dies eine Lärmschutzwand, die gerade errichtet wird.

Anrainer legten immer wieder Proteste gegen den potenziel­len Kinderlärm bei den Bauver­handlungen ein und so wurde die Lärmschutzwand vorgeschrieben. Die Novellierung eines Landesge­setzes, das Kinderlärm quasi als Grund für Beschwerden nicht mehr gelten lässt, kam zu spät. „Außerdem sind die Kosten für die derzeitige Unterbringung der Kinder in Containern so hoch, dass sich ein Warten nicht aus­gezahlt hätte“, sagt Hochhauser beim Lokalaugenschein. Mit ei­nigem Sarkasmus erzählt er „dass man eh gespart hat. Die Firma Felbermayr hat eine gebrauchte Lärmschutzwand aufgetrieben. Wir haben uns 30.000 Euro er­spart. Für mich ist die Aktion der Anrainer aber unverständlich. Die Kinder sind fünf Tage die Woche hier. Am Abend sind sie nicht da und auch am Wochenende. Direkt daneben ist die Oberfeldstraße, die 24 Stunden am Tag, sieben Tage die Woche befahren wird. Das Gebäude ist ein zusätzlicher Lärmschutz. Aber eine Wand wegen Kinderlärm, das ist für mich unverständlich. Grundsätz­lich wird es immer schwieriger neue Bauprojekte zu errichten, da die Nachbarschaftseinwendungen immer mehr werden. Oft sind sie nur politisch motiviert.“ Im Juli ist das Gebäude bezugsfertig, das kommende Kindergartenjahr wird der neue Standort für sechs Gruppen und zwei Krabbelgrup­pen in Betrieb gehen.

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