Beim Bezirksjägertag wurde Josef Wiesmayr als Bezirksjägermeister wiedergewählt

Beim Bezirksjägertag wurde Josef Wiesmayr als Bezirksjägermeister wiedergewählt

Gertrude Paltinger, BSc Gertrude Paltinger, BSc, Tips Redaktion, 12.03.2019 10:40 Uhr

WELS. Die 1.163 Jäger in der Stadt Wels und im Bezirk Wels-Land hielten ihren Bezirksjägertag ab. Bezirksjägermeister Josef Wiesmayr wurde dabei in seiner Funktion bestätigt.

Neben der Präsentation der Abschusszahlen, der Ehrung verdienter Weidmänner und der zum Teil mahnenden Worte der Ehrengäste bot der Bezirksjägertag auch den Rahmen für die Neuwahl des Bezirksjagdausschusses. Sowohl Bezirksjägermeister Josef Wiesmayr (Lambach) und sein Stellvertreter Alfred Weinbergmair (Sipbachzell) als auch der Delegierte im Landesjagdausschuss, Josef Lehner (Wels), und sein Stellvertreter Gerhard Gruber (Pichl) wurden einstimmig wiedergewählt. Weitere sechs Ausschussmitglieder (und neun Ersatzmitglieder) wurden ebenfalls gewählt.

Im Bezirksjagdausschuss sind weiters: Gerhard Kraft (Stadl-Paura), Karl Brunmayr (Wels), Franz Mayer (Steinerkirchen), Franz Gruber (Gunskirchen), Gerald Bauer (Buchkirchen) und Norbert Hofinger aus Thalheim.

Ersatzmitglieder sind: Manfred Berger (Aichkirchen), Markus Neuwirth (Krenglbach), Walter Stritzinger (Offenhausen), Josef Preining (Marchtrenk), Gerhard Tikal (Steinhaus), Wolfgang Rührlinger (Sattledt), Edwin Meier (Schwanenstadt), Alois Nöhammer (Pennewang) und Friedrich Mandl (Fischlham).

Landesjägermeister ging auf aktuelle Themen ein

Ein respektvolles Miteinander von Landwirten und Jägerschaft mahnte Bezirksbauernkammer-Obmann Heinrich Striegl in seiner Ansprache ein.

Mahnende Worte kamen ebenfalls vom scheidenden Landesjägermeister Sepp Brandmayr. Auch er betonte die Wichtigkeit des Miteinanders von Grundbesitzern und Jägern. Ein Thema bei Brandmayr war auch die Wildtierfütterung im Zusammenhang mit den strengen Wintern. Den Bestand zu regulieren indem man das Wild verhungern lässt, sei keine Lösung. Wichtig ist der respektvolle Umgang mit den Tieren.

Ansiedelung des Wolfes

Außerdem ging er auf neue gesetzliche Regelungen ein. Seit kurzem ist die Verwendung von Schalldämpfern und  Faustfeuerwaffen in der Jagd erlaubt. Außerdem sei mit der Änderung der Regelung zur Wildschadenabgeltung der „größte Wurf“ gelungen. Zur Diskussion um die Wiederansiedlung des Wolfes erklärte Brandmayr: „Der Wolf ist ein Raubtier und hat in unserer Region keinen günstigen Lebensraum. Die Ansiedlung des Wolfes ist ein europäisches Thema.“ Der Wolf sei auch nicht vom Aussterben bedroht.

Respektvolles Verhalten in der Natur

Der wiedergewählte Bezirksjägermeister Wiesmayr wies auf die enormen Schäden in den Wäldern durch das Eschensterben, den Borkenkäferbefall und durch Stürme und Schneemassen hin. Jäger sind gerne bereit zu helfen, damit Schadflächen wieder wachsen können, man brauche aber auch das Verständnis der Grundbesitzer, erklärte Wiesmayr. „Auch Wildtiere brauchen ihren Platz zum Leben und ein Wald braucht Zeit zum Wachsen“.

Jäger seien dazu verpflichtet den Abschussplan zu erfüllen, eine Beunruhigung des Wildes macht das immer schwerer. Manche Mitmenschen bewegen sich aber ohne Hausverstand in der Natur, fügt er hinzu. Der Lebensraum für das Wild wird kleiner, Wildruhezonen sind notwendig. Die Freizeitwirtschaft darf nicht zu Lasten der Natur gehen, erklärte Weismayr in Richtung Wirtschafts-Landesrat Markus Achleitner. Dieser hat Oberösterreich als „Radfahrland“ auf der Tourismus-Messe in Berlin beworben. „Radfahren sollen Touristen auf den 2.156 Kilometern an Radwegen im Land“, erklärte der Landesrat.

„Der Abschussplan wurde weitgehend erfüllt“, erklärte Wiesmayr weiters. Im Vorjahr wurden 4.227 Rehe geschossen. Beim Flugwild (Fasane, Enten,...) waren es 4.417 Stück. Außerdem wurden 2.955 Feldhasen und 794 Stück Raubwild (Füchse, Marder,...) erlegt.

Auf ein Regelwerk zum Aufenthalt in der Natur pochte auch Landeshauptmann-Stellvertreter (und Naturschutzreferent) Manfred Haimbuchner: „Es kann sich nicht jeder so verhalten als wäre die Natur sein persönliches Eigentum.“

Zahlreiche Ehrungen

Der Bezirksjägertag bot auch Gelegenheit für Ehrungen: Die Ehrennadel für 60 Jahre weidgerechte Jagd erhielten Stephan Bauer (Edt), Horst Poschacher (Offenhausen), Alois Pfarl (Steinhaus), Walter Neuhofer (Edt) und Rudolf Steiner (Aichkirchen).

Der „Goldene Bruch“ für 50 Jahre als Jäger wurde an Siegfried Gaisbauer (Bad Wimsbach-Neydharting), Wolfgang Wiedenhofer (Wels), Alexander Biringer (Gunskirchen), Helmut Steinhuber (Gunskirchen), Alois Obermayr (Aichkirchen), Hubert Fuchshuber (Pichl), Franz Fuchshuber (Pichl), Claus Fritsch (Wels), Johannes Pfarl (Fischlham), Franz Wiesbauer (Gunskirchen) und Walter Bruckbacher (Lambach) überreicht.

Harald Gruber (Steinerkirchen), Johann Brandstötter (Eberstalzell), Gerald Huber (Buchkirchen) und Markus Kraxberger (Pichl) erhielten Medaillen für die besten Rehböcke.

Die Raubwild-Nadel ging an Josef Buchinger (Bachmanning), Reinhard Leitner (Steinhaus), Heinz Freymüller (Wels) und Bernhard Staudinger (Aichkirchen).

Für besondere Verdienste um die Jagd wurden Johannes Riegler (Sipbachzell) und Peter Rotschopf (Edt) geehrt.

Auch Jagdhornbläser dabei und geehrt

Die Versammlung umrahmte die Jagdhornbläsergruppe Gunskirchen. Und auch Jagdhornbläser wurden geehrt: Gerhard Samhaber (Thalheim, 40 Jahre), Johann Haslinger (Bad Wimsbach, 35 Jahre), Robert Bernhardt (Wels, 25 Jahre), Christoph Eder (Gunskirchen, 25 Jahre), Erwin Reihmeier (Offenhausen, 20 Jahre), Franz Götzenberger (Krenglbach, 25 Jahre), Horst Reimeier (Offenhausen, 20 Jahre), Johannes Ablinger (Bad Wimsbach, 25 Jahre), Christian Weiss (Sipbachzell, 10 Jahre), Josef Fischer (Gaspolsthofen, 10 Jahre) und Franz Wiesbauer aus Gunskirchen für seine 30-jährige Obmannschaft.

Über 1.100 Jäger im Raum Wels

Die Bezirksgruppe Wels hat 27 Genossenschaftsjagden, davon drei auf Welser Stadtgebiet, und fünf Eigenjagden. 1.163 Damen und Herren in Wels-Stadt und Wels-Land besitzen eine Jagdkarte. Außerdem besuchen derzeit 61 zukünftige Jäger einen Jungjägerkurs, ein neuer Höchststand. In Oberösterreich hat die Jagd einen Wirtschaftsfaktor von 110 Millionen Euro.

 

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