Verkehrskonzept für Wels: „Mobilität ist mehr als ein Interessensfleckerlteppich“
 

Verkehrskonzept für Wels: „Mobilität ist mehr als ein Interessensfleckerlteppich“

Gerald Nowak Gerald Nowak, Tips Redaktion, 15.04.2019 17:20 Uhr

WELS. Die Einbahnregelung in der Eisenhowerstraße auflösen, den Standort der Busdrehscheibe verändern (oder auch nicht) und noch viele Vorschläge mehr tauchen wieder auf, was den Straßenverkehr betrifft. Verkehrs-Stadtrat Klaus Hoflehner hält aber fest: „Mobilität ist mehr als ein Interessensfleckerlteppich.“

WKO-Obmann Franz Eldbauer lässt in der „Tips Total Wels“-Beilage mit dem Wunsch nach einem Gesamtverkehrskonzept für die Stadt aufhorchen. Hoflehner geht noch einen Schritt weiter: „Es geht um ein Mobilitätskonzept für die ganze Stadt. Der Straßenverkehr ist da nur ein Teil davon. Wir müssen uns entscheiden, in welche Richtung sich Mobilität in Wels generell entwickelt.“ Er bringt in den nächsten Verkehrsausschuss die Erstellung eines solchen Konzeptes ein: „Villach hat es uns vorgezeigt. Dort hat man sich mit allen Beteiligten an einen Tisch gesetzt. Der Prozess hat 18 Monate gedauert und rund 200.000 Euro gekostet“, so der Verkehrsreferent.

Veränderungen

 

Mobilität hat sich verändert. Radfahrer, Fußgänger, öffentlicher Personen- und Nahverkehr und dazu das weite Feld E-Mobilität bringen neue Formen und Herausforderungen. Einfach nur neue Straßen oder Radwege zu bauen, ist wenig zukunftsfähig. „Es hat sich in den letzten Jahren viel verändert und entwickelt“, meint Hoflehner.

Busdrehscheibe am KJ

 

Das Thema Busdrehscheibe am Kaiser-Josef-Platz ist wieder aufgepoppt. „Die Fakten sind ja auf dem Tisch. Es braucht einfach eine klare politische Entscheidung, was man will.“ Eine Lösung auf dem ehemaligen Eybl-Parkplatz ist für Hoflehner kein Thema. „Dann ist die Drehscheibe quasi im Niemandsland.“ Für ihn ist die Frage der Kosten und der Wirkung extrem wichtig. Wenn jetzt ein anderer Standort gefunden wird, dann steht auch eine System-Änderung für Hoflehner zur Debatte. „Das gilt auch für die Öffnung der Eisenhowerstraße. Die Fakten liegen auch hier auf dem Tisch und die Kosten auch. Es braucht den politischen Entscheidungswillen.“ Nur die Eisenhowerstraße zu öffnen, ist aber zu wenig. Es wird zu weiteren Veränderungen kommen. „Wenn die Polizei Innere Stadt auf den Kaiser-Josef-Platz gewechselt hat, dann ist die Öffnung der Roseggerstraße leichter möglich.“ Im Hintergrund wird hier getüftelt, wie sich alles verkehrsmäßig in der Innenstadt verändern wird. „Die Politik muss entscheiden, was sie will“, stellt Hoflehner fest. Deswegen wird in den kommenden Monaten auch auf der Expertenebene noch munter weiter diskutiert. Hoflehner: „Und so ehrlich muss man auch sein: Das Ganze kostet Geld. Gratis ist hier nichts.“

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