Im Gespräch: „Wels erlebt derzeit ein kleines Wirtschaftswunder“
 

Im Gespräch: „Wels erlebt derzeit ein kleines Wirtschaftswunder“

Gerald Nowak Gerald Nowak, Tips Redaktion, 15.04.2019 17:27 Uhr

WELS. Veranstaltungen am laufenden Band, die Bagger und Kräne stehen in der Stadt sowieso nicht still und darüber hinaus gibt es noch weitere Gesprächsthemen. Tips bat Bürgermeister Andreas Rabl (FP) zum Gespräch.

Tips: Herr Bürgermeister, derzeit wird in Wels gebaut an allen Ecken und Enden. Ein neuer Slogan wäre dann wohl Wels boomt oder Wels baut?

Rabl: Wels erlebt derzeit ein kleines Wirtschaftswunder. Es werden nicht nur tausende Arbeitsplätze neu geschaffen, sondern es gibt auch eine rege Bautätigkeit, sowohl im Wohnungs-, als auch im Bürobereich. In den vergangenen Jahren sind hunderte Wohnungen neu entstanden, dabei war auch der soziale Wohnbau hoch aktiv. Das ermöglicht, dass das Wohnen im Vergleich zu anderen Städten noch halbwegs leistbar ist. Auch die Innenstadt ist von dieser Bautätigkeit betroffen. Das sieht man am besten am Kaiser-Josef-Platz, wo derzeit nicht nur das ehemalige Greif mit der neuen Polizeiinspektion neu errichtet wird, sondern auch weitere Bauprojekte anstehen.

Tips: Eine große Baustelle ist der Kaiser-Josef-Platz. Wie geht es dort weiter in Bezugnahme auf die Busdrehscheibe und die generelle Entwicklung am Platz?

Rabl: Verkehrsexperten sagen, dass die Busdrehscheibe ein idealer Standort für den öffentlichen Nahverkehr ist. Alle anderen bisher geprüften Standorte sind nach dem derzeitigen Kenntnisstand nicht machbar, da nicht ausreichend Platz vorhanden ist. Dies gilt auch für die Verlegung der Busdrehscheibe auf den Bahnhof. Wir werden gemeinsam bis Sommer – nach Führung weiterer Expertengespräche – die Entscheidung über den zukünftigen Standort der Busdrehscheibe fällen. In der Folge soll der Kaiser-Josef-Platz und auch das Verkehrskonzept neu geplant und gestaltet werden. Gleichzeitig läuft die Renovierung des ehemaligen Hotels Greifs samt Theater auf Hochtouren. Das Amtsgebäude soll im Herbst 2020 neu eröffnet werden. Die Polizeiinspektion soll noch diesen Herbst in den neuen Standort am Kaiser-Josef-Platz übersiedeln.

Tips: Die Leerstände in der Innenstadt sind derzeit auf niedrigem Niveau?

Rabl: Wir können in Wels von einer Vollvermietung sprechen. Lediglich 2,9 Prozent sind leer. In der Innenstadt werden in Kürze ein neues Café, der Textil Müller und ein großer Lebensmittelmarkt eröffnen. Auch der Traunpark wird wieder belebt.

Tips: Die Stadt besteht ja nicht nur aus dem Zentrum, was passiert in den nächsten Jahren in den Stadtteilen?

Rabl: Die Pernau wurde in der Vergangenheit in der Entwicklung vernachlässigt. Wir versuchen daher, dem Stadtteil Pernau einen neuen Impuls zu geben. So wird in der Pernau ein Kindergarten komplett neu errichtet und ein weiterer Kindergarten soll saniert werden. Der Ausbau des Radwegenetzes soll die Innenstadt leichter erreichbar machen und den Wechsel zum Rad erleichtern. Darüber hinaus ist in den nächsten zwei Jahren geplant, die Parkanlagen in den Stadtteilen zu sanieren, um den Bewohnern attraktiven Grünraum zur Verfügung zu stellen.

Tips: Bis 2021 zur nächsten Wahl wird noch viel Wasser die Traun hinunterfließen. Wie geht es weiter mit der Wirtschaft und dem Leben in der Stadt?

Rabl: Wir haben uns 2015 viel vorgenommen. Viele Punkte sind schon abgearbeitet, wie beispielsweise: neue Polizeischule, Kindergartenausbau, Stadtplatzsanierung, Neubau des Altersheims. Es gibt aber noch immer viel zu tun, das betrifft nicht nur den Bereich Integration und Sicherheit, sondern auch die Bereiche Straßensanierungen, Attraktivierung des Wochenmarktes und den Ausbau der Kinderbetreuung.

Tips: Wels im Jahr 2030: Wie wird die Stadt aussehen?

Rabl: Ziel ist es, Wels als eine lebenswerte pulsierende Bildungsmetropole zu positionieren, die nicht nur für Arbeitnehmer, sondern auch für die Wirtschaft starke Anziehungskraft hat.

 

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