FPÖ Neujahrstreffen: Landbauer will ÖVP-Absolute in Niederösterreich brechen

Michael J. Payer Michael J. Payer, Tips Redaktion, 13.01.2018 13:57 Uhr

VÖSENDORF. Zeltfest-Stimmung beim Neujahrstreffen der FPÖ in der Pyramide Vösendorf. 5.000 blaue Anhänger schwenkten Fahnen und sangen zu den Cover-Hits der John Otti Band. Zeitgleich war es auch der offizielle Wahlauftakt der FPÖ Niederösterreich für die Landtagswahl 2018. Spitzenkandidat Udo Landbauer will am 28. Jänner mit der FPÖ das historisch beste Ergebnis erreichen.

Bei Dosenbier, Gulaschsuppe und Würstel brachten sich die FPÖ-Sympathisanten in Stimmung. Beim Einmarsch von Vizekanzler Heinz Christian Strache, dem Regierungsteam und Vertretern aus den Bundesländern herrschte Begeisterung pur.

Landbauer zieht in die „Wahlschlacht“

Vor der Rede von Strache betrat Udo Landbauer die Bühne und eröffnete mit scharfen Worten offiziell den blauen Wahlkampf in Niederösterreich. Er ziehe gern in die „Wahlschlacht“ und will am 28. Jänner „die Absolute der ÖVP brechen“. Laut Landbauer laufe die ÖVP-Politik „in vielen Bereichen in völlig falsche Richtungen“.

Scharfe Kritik an Mikl-Leitner und SPÖ

„Die ÖVP Niederösterreich hat das Schwarz sein erfunden. Die werfen sogar in der Finsternis noch einen Schatten“, sagte er in Richtung Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner. Mikl-Leitner war auch weiter das Ziel Landbauers: „Als Landeshauptfrau war sie völlig unauffällig und hat nichts umgesetzt. Das zeigt, dass ihr die Schuhe ihres Vorgänger (Anm.: Pröll) viel zu groß sind.“

Auch die SPÖ bekam ihr Fett weg. „Mit ihren Plakaten mit aufgepickten Bärten mache sie sich lächerlich. Nur mit lustigen Plakaten kann man keine Wahl gewinnen“, schickte Landbauer Kritik in Richtung SPÖ-Spitzenkandidat Franz Schnabl.

Themen: Gesundheit und Wohnen

Themen die Landbauer und die FPÖ aktiv angehen wollen, wurden in Landbauers Rede nicht ausgespart. Die Gesundheitsversorgung und leistbares Wohnen brenne den Bürgern unter den Nägeln. „Das Wohnen in Niederösterreich ist so teuer geworden, viele glauben sie wohnen in Kitzbühel oder Sölden. Hier wurde jahrelang nichts gemacht oder für das viele Geld nicht das Richtige“, meinte Landbauer.

„Absolute brechen“

Das oberste Ziel bei der Wahl steht für Landbauer außer Frage: „Wir wollen die Absolute der ÖBVP brechen!“ Außerdem will die FPÖ das historisch beste Ergebnis in Niederösterreich einfahren. Bisher lag dieses bei 16 Prozent. „Wir sind nicht weit weg von Platz zwei. Wenn wir es schaffen und nach der Wahl zu Gesprächen eingeladen werden, dann sind wir bereit“, versichert der FPÖ-Spitzenkandidat.

Strache: „SPÖ sind Jammersozialisten“

Vizekanzler Strache unterstrich in seiner Rede die ersten Regierungserfolge der FPÖ heraus. Insbesondere rückte er den Familienbonus ins Zentrum der Bemühungen. „Das haben die Sozialisten in den letzten zwölf Jahren nicht geschafft“, sagte Strache und übte scharfe Kritik an den „Jammersozialisten“.

Laut Strache seien 75 Prozent der FPÖ-Kernforderungen im Regierungsprogramm verankert. „Darauf können wir stolz sein. Ich stehe zur Regierungsverantwortung und habe niemanden vorangeschickt“, so der FPÖ-Obmann. Und Strache stellte klar: „Wir halten unsere Versprechen! Wir entlasten die arbeitenden Menschen, wir sparen im System und bei den öffentlichen Subventionen. Auch die Pensionisten werden entlastet. Wer 40 Jahre gearbeitet hat, soll 1.200 Mindestpension erhalten“, kündigte Strache an.

Im weiteren Verlauf kam Strache noch auf Sicherheit und Ordnung („Wir werden die Zuwanderung stoppen und die Grenzen schützen. Wir werden die Exekutive nicht im Stich lassen und 2.100 zusätzliche Exekutivplanstellen schaffen. Radikale Islam-Vereine werden geschlossen.“) und die Familienbeihilfe („Es kann doch nicht sein, dass wir die volle österreichische Familienbeihilfe für Kinder ins Ausland zahlen.“) zu sprechen.

Außerdem sei die FPÖ auch der Garant gegen einen EU-Beitritt der Türkei.

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