Die vielfältige Kraft, die im Wasser steckt
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Die vielfältige Kraft, die im Wasser steckt

Ariane Zeilinger Ariane Zeilinger, Tips Redaktion, 08.05.2018 06:00 Uhr

SCHEIBBS. Rund 100 Schüler aus fünf unterschiedlichen Schulen ihr erfolgreich absolviertes Projekt „Wasser:KRAFT“. In den Prunkräumen des Schlosses Neubruck wurden die Ergebnisse von zwei Jahren an intensiver und vielfältiger Beschäftigung mit dem Thema, die Kraft die im Wasser steckt, präsentiert.

Im feierlichen Rahmen konnten die am Projekt „Wasser:KRAFT“ teilnehmenden Schüler ihre gesammelten Erfahrungen, Eindrücke und Erlebnisse zur Kraft des Wassers präsentieren. Das gut besuchte Fest war so die ideale Plattform um auch den Austausch zwischen den beteiligten Partnerbildungseinrichtungen – wie den Volksschulklassen aus Lunz und Scheibbs, der Neuen Mittelschule Lunz, der Privatschule LernOrtSäusenstein (Bezirk Melk), der IT HTL Ybbs und HAK Ybbs (Bezirk Melk) zu ermöglichen.

Die Bedeutung der Kraft des Wassers 

Die Kraft des Wassers wurde im Rahmen des Projekts „Wasser:KRAFT“ im Laufe der vergangenen zwei Schuljahre vielseitig betrachtet: Aus Perspektive der Gewässerökologie gingen die Teilnehmer der Frage „Was bedeutet die Kraft des Wassers für Tiere und Pflanzen im und am Bach?“, auf den Grund. Auch der Aspekt der Energieerzeugung und die damit einhergehenden technologischen Grundlagen und Umweltauswirkungen bzw. Maßnahmen, um diese Einwirkungen zu minimieren, wurde betrachtet. Darüber hinaus wagte man einen Schritt in das bisher eher unbekannte Feld der Kraft des Wassers als Biomasseproduzent. Im Speziellen wurden dabei die verschiedenen Nutzungsmöglichkeiten der Biomasse in Form von Algen erkundet.

Schüler für Forschung begeistern

Das vom Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie (BMVIT) geförderte Projekt war eine Kooperation von WasserCluster Lunz, BIOENERGY 2020+, EVN und Hydro-Connect und wurde im Rahmen des von der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) ausgeschriebenen Programms „Talente regional“ durchgeführt. „Ziel war es, die Schüler für die Forschung und die Naturwissenschaften zu begeistern“, so der Projektleiter Thomas Hein vom WasserCluster Lunz.

Infostationen beim Abschlussfest

Beim Abschlussfest wurde diese Begeisterung durch die verschiedenen, von den Schülern selbst gestalteten, Infostationen spürbar. So konnte man zum Beispiel die Welt der Wassertiere in einem von der VS Scheibbs und VS Lunz gemeinsam gestalteten farbenfrohen Büchleins im „Pixi-Design“ durchblättern, oder beim Stand der Privatschule LernOrtSäusenstein verschiedene Algenprodukte verkosten. Ein weiteres Highlight war das Modell einer Flusslandschaft der NMS Lunz mit dem Titel „Ein Fisch geht auf Reisen“. Anschaulich haben die Schülerinnen und Schüler den neuesten Stand der Technik sichtbar gemacht. Eine „Wasserschnecke“ ermöglicht es den Fischen, Hindernisse wie Wasserkraftwerke nicht nur flussaufwärts zu überwinden, sondern auch mit dem Strom, flussabwärts „reisen“ zu können und so zu den lebensnotwendigen Laich- oder Nahrungsplätzen zu gelangen.

„Alle Sinne waren am Fest beteiligt und besonders die verschiedenen Hands-On-Workshops des Projekts blieben den Schülern und Schülerinnen im Gedächtnis“, bemerkte die Projektkoordinatorin Eva Feldbacher vom WasserCluster Lunz. Das Zweijahresprojekt war ein voller Erfolg und konnte seinem Leitmotiv einem Satz von Galileo Galilei „Man kann einen Menschen nichts lehren. Man kann ihm nur helfen, es in sich selbst zu entdecken“ mehr als gerecht werden.

Mehr Informationen unter http://www.wasser-kraft.net/

 

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