Produktprämierungen und Eröffnungsfeier der AB HOF 2018
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Produktprämierungen und Eröffnungsfeier der AB HOF 2018

Ariane Zeilinger Ariane Zeilinger, Tips Redaktion, 02.03.2018 12:13 Uhr

WIESELBURG. Vier Tage lang liegt am Messegelände der Fokus wieder auf der Vermarktung und Verarbeitung bäuerlicher Produkte und Dienstleistungen. Noch vor der offiziellen Eröffnungsfeier fanden auch die Prämierungen der im Vorfeld eingereichten Produkte statt. 

Mit 300 Ausstellern aus neun europäischen Ländern bietet die Messe eine Plattform für die Verarbeitung und Vermarktung von bäuerlichen Produkten und Dienstleistungen. Jedes Jahr werden tausende Produkte eingereicht, verkostet und die besten der besten ausgezeichnet. Auch heuer durften Niederösterreichs Direktvermarktungsbetriebe wieder einen Großteil der Preise entgegennehmen.

Unter 5870 verkosteten und bewerteten Proben wurden auf der AB HOF Messe in Wieselburg auch heuer wieder die besten Produkte der österreichischen Direktvermarkter von LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf (ÖVP) ausgezeichnet. Neben der „Goldenen Birne“, dem „Goldenen Stamperl“, der „Goldenen Honigwabe“ wurden die „Brot-Kaiser“, „Fisch-Kaiser“, „Öl-Kaiser“ und „Speck-Kaiser“ prämiert. 

Besonders stolz über die zahlreichen Prämierungen zeigt sich Pernkopf: „Unsere heimischen Spitzenprodukte sind zugleich Visitenkarte und Aushängeschild für die ländlichen Regionen als auch Beweis für die harte Arbeit unserer Bäuerinnen und Bauern. Es ist schön zu sehen, wie viel Engagement und Begeisterung hinter unseren Lebensmitteln stecken.“

Drei Mal Gold für den Bezirk Scheibbs

In der Kategorie „Met klassik“ gewann Hermann Schagerl aus Lunz am See mit seinem Met-Honigwein aus Blütenhonig die Goldene Honigwabe.

Den Titel Speckkaiser in der Kategorie „Kochpökelwaren essfertig aus gewerbliche Produktion“ ging an  den Scheibbser Betrieb s´Blunz´nsemmerl-Lechner Herbert für seinen Erlauftalerschinken.

Die Forelle heiß geräuchert aus der Fischzucht Familie Größbacher aus Göstling wurde mit dem Fisch-Kaiser in der Kategorie „geräuchert“ ausgezeichnet. 

Feierliche Eröffnung

Uwe Scheutz begrüßte im Zuge der Eröffnungsfeier der AB HOF 2018 zahlreiche Ehrengäste und Vertreter aus Wirtschaft und Politik. „Auch heuer stellen 300 Aussteller ihre Produkte und Dienstleistungen am Messegelände in Wieselburg aus. Wir rechnen wieder mit rund 35.000 Besucher“, nannte Scheutz Zahlen rund um die Messe und verwies auf das umfangreiche Rahmenprogramm.

In der Interviewrunde standen Wieselburgs Bürgermeister Günther Leichtfried (SPÖ) und Nationalratsabgeordneter (ÖVP) und Bauernbundpräsident Georg Strasser Moderatorin Birgit Perl, von Radio Niederösterreich, Rede und Antwort. Dabei wurde die Frage, ob Wieselburg als Mekka der Lebensmittel und des Genusses gesehen werden kann, mit einem Ja beantwortet. „Der Tisch ist gedeckt. Wir freuen uns, ein Zentrum für Genuss und Lebensmittel geworden zu sein“, so Leichtfried, der jedoch auch Kritik in den Raum stellte, indem er das Thema Hungersnot und die Verschwendung von Lebensmittel ansprach. 

Imker und Produzent des Jahres 

Im Anschluss an die musikalische Zwischeneinlage durch die Wieselburger Buam folgte die Siegerehrung des „Produzenten des Jahres“ und des „Imker des Jahres“. Ebenfalls auf der Bühne konnte dabei Karl Hohenlohe, Herausgeber des Gault Millau Österreich, begrüßt werden. Gemeinsam mit Messedpräsident Uwe Scheutz, Hermann Schultes, Obmann des Niederösterreichischen Bauernbunds und Präsident der Niederösterreichischen Landwirtschaftskammer und Georg Strasser graturlierte er der Imkerschule Warth zur Auszeichnung „Imker des Jahres“. Das Obstkulinarium Pohler Wilhelm aus Raasdorf wurde zum „Produzent des Jahres“ ausgezeichnet.

Niederösterreichische Qualitätsprodukte am Prüfstand

Die Produktpalette der AB HOF Messe reicht von Hochprozentigem über Säfte, Obstweingetränke, Most sowie Obst- beziehungsweise Gemüseprodukte und Honig bis hin zu Fisch-, Fleisch-, Käsespezialitäten und Feingebäck. In den verschiedensten Kategorien konnten auch einige „So schmeckt Niederösterreich“-Partnerbetriebe punkten.

„Auf der AB HOF Messe stellen sich unsere Betriebe internationaler Konkurrenz. Umso mehr freut es mich, dass die niederösterreichischen Erzeugnisse so gut ankommen“, betont Christina Mutenthaler, Leiterin der Kulinarik-Initiative „So schmeckt Niederösterreich“.

 

Ausgezeichnete Produzenten aus Niederösterreich

Das goldene Stamperl

·        Brennerei Stern (Ober-Grafendorf): Williamsbirnenbrand

·        Haupt Johann (Mautern): Wachauer Marillenbrand

·        Hofstetter Walter (Neuhofen): Dirndlbrand

·        Destillerie Weidenauer (Kottes): Blutorange

·        Destillerie Hahn-Wintersberger (Theiß): Zigarrenbrand Apfel Idared

·        Liebminger Andreas & Elke (Paasdorf): Weichselbrand

·        Adam Johann (Kirchschlag): Nusslikör

·        Auer Josef-Elsbeerhof Bio (Ober-Waltersdorf): Wildkirsch, Elsbeer

·        Schadl Gerhard (Loidesthal): Quittenbrand, Bananenbrand

·        Obstkulinarium Pohler Wilhelm (Raasdorf): Pfirsichbrand, Strong Marille, Birne mit Holunderblüte

·        Seppelbauer Obstparadies Familie Datzberger (Amstetten): Birnenbrand Dr. Jules Gujot & Speckbirnenmost

·        Familie Oberaigner-Binder (St. Peter/Au): Roggenbrand Pale Style, Apfel-Birnen-Cuvée,

         Apfel-Birnen-Cuvée Vierkanter

 

Die goldene Birne

·        Simon Johann (Mollram): Apfel-Birnenmost

·        Sonnleitner Konrad (Waidhofen/Ybbs): Bio Birnencider

·        Neuhauser Josef (Kilb): Apfelsaft blank

·        Bucher Wolfgang (Sitzendorf): Apfelsaft mit Johannisbeere

·        Familie Rosenbaum (Rohrbach/Gölsen): Birnensaft

·        Weinkultur Preiß (Theyern): Gelber Muskateller unvergoren

·        Schroll Karl-Wachauer Hofbrennerei (Emmersdorf): Marillennektar

·        Loidl Doris und Gerhard (Dross): Wachauer Bio-Marille

·        Fuxsteiner-1. Dirndldestillerie & -manufaktur (Kirchberg/Pielach): Dirndlmarmelade mit Walnüssen

·        Schweighofer Elisabeth (Prinzersdorf): Bio-Apfelstangerl

·        Reikersdorfer Leopold (Neuhofen): Suppengemüse getrocknet Bio

·        HBLA für Wein- u. Obstbau Klosterneuburg (Klosterneuburg): Ribston Pepping, Birne-Sanddorn Leichtkonfitüre,

         Maracuja-Granatapfel-Leichtgelee

 

Speck-Kaiser

·        Burgholzer Erwin und Maria (Behamberg): Karreespeck

·        Landwirtschaftliche Fachschule Hohenlehen (Hollenstein): Leberaufstrich mit Marille

·        Gutsjahr Reinhard (Zelking): Wildschweinwürste

·        Widmann Walter (Altlengbach): Rindfleisch geräuchert

·        Wiesböck Josef (Wildungsmauer): Rehrohschinken

·        s´Blunz´nsemmerl-Lechner Herbert (Scheibbs): Erlauftalerschinken

·        Fleischerei Hofbauer (Enzersfeld): Parmanello

·        Lechner Josef Alexander (Kilb): Röstzwiebler

 

Brot-Kaiser

·        Deinhofer Cäcilia u. Alois (Amstetten): Dinkel Roggen Vollkornbrot

 

Öl-Kaiser

·        Poyer Markus Josef (Ried am Riederberg): Hanföl

·        Hörhan Engelbert und Sabine (Unterwaltersdorf): Distelöl

·        Streißelberger Hildegard und Ernst (Neuhofen/Y.): Kürbiskernöl

 

Fisch-Kaiser

·        Fischzucht Familie Größbacher (Göstling/Ybbs): Forelle heiß geräuchert

·        Waldland VermarktungsgesmbH (Friedersbach): Welsfilet geräuchert

 

Die goldene Honigwabe

·        Baumann Berthold (St. Georgen am Reith): Waldhonig

·        Heinzle Roland & Petra (Klein-Pöchlarn): Honig edelsauer

·        Schagerl Hermann (Lunz am See): Met-Honigwein aus Blütenhonig

 

Die Gesamtliste der auf der AB HOF ausgezeichneten Siegeren in der Datenbank unter www.soschmecktnoe.at/liste-der-partnerbetriebe beziehungsweise können die schmackhaften Produkte auch bequem im Online-Shop unter www.soschmecktnoe.at/shop bestellt werden.

Direktvermarktung als Zukunftsweg

Mittlerweile jeder achte bäuerliche Betrieb, beziehungsweise 5000 niederösterreichische Betriebe setzen auf Direktvermarktung - ein Zukunftsweg. Das zeigen auch die Zahlen. Für 90 % ist die regionale Herkunft ein überaus wichtiges Kriterium beim Lebensmitteleinkauf. Die Konsumenten schätzen die Spezialitäten aus regionalen Rohstoffen und kaufen diese gerne. So konnte auch der Einkommensanteil aus der Direktvermarktung seit 2010 von 22 auf 34 Prozent gesteigert werden.

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