ZUKUNFTSFORUM WINDHAAG: Junge Menschen, Politiker und Unternehmer diskutieren auf Augenhöhe an einem Tisch

ZUKUNFTSFORUM WINDHAAG: Junge Menschen, Politiker und Unternehmer diskutieren auf Augenhöhe an einem Tisch

Regina Wiesinger Regina Wiesinger, Tips Redaktion, 14.05.2013 08:00 Uhr

WINDHAAG. Viele Teilnehmer, Politiker und Interessierte zog das Zukunftsforum auch heuer wieder an. In verschiedenen Gruppen mit Politikern aus Regional-, Landes- und Bundesebene wurde diskutiert und wurden Pläne geschmiedet. 

Zwei Tage lang sprach man gemeinsam über Themen, mit denen sich vor allem Jugendliche und junge Menschen beschäftigen: Mit der zukünftigen Arbeitssituation, mit gutem Essen, mit dem Klima und Energiethemen sowie mit Demokratie. In Workshops und Vorträgen von Experten erhielten die Teilnehmer einen Überblick über die Themen. Politiker und Unternehmer wurden miteingebunden und diskutierten auf Augenhöhe mit den jungen Menschen. „Für uns Politiker ist es eine Bereicherung, einmal aus der gewohnten Umgebung hinauszukommen, und einmal von den jungen Bürgern zu hören, was ihre Anliegen und Sorgen sind. Wenn man vom Lebensalter schon etwas fortgeschritten ist, tut man sich manchmal schon etwas schwer, Kontakte zu knüpfen. Daher ist es ein ausgezeichneter Anlass, hier dabei zu sein“, sagt Erich Punz, Bürgermeister von Liebenau.  Ergebnisse der vierArbeitsgruppenWelche Ziele die verschiedenen Arbeitsgruppen haben und welche konkreten Projekte daraus entstanden, wurden am Ende des zweitätigen Zukunftsforums der Öffentlichkeit präsentiert. Arbeitsgruppe Demokratie/Partizipation: „Demokratiereform geht jeden etwas an und passiert von unten“, war der allgemeine Tenor dieser Arbeitsgruppe.In den Gemeinden soll zukünftig Bürgerbeteiligung aktiv forciert werden. „Gemeinde als Demokratiewerkstatt“ ist die Idee von Jugendlichen und Bürgermeistern verschiedener Fraktionen aus dem Mühlviertel für ein gemeinsames Pilotprojekt für Bürgerbeteiligung auf Gemeindeebene. Dabei geht es um Gestalten von Freiräumen und das Einbinden aller Bevölkerungsgruppen in Entscheidungsprozesse. Auch erste Umsetzungsschritte wurden bereits geplant.Arbeitsgruppe „Gutes Essen“: Die Arbeitsgrundlage für diese Gruppe war ein Impulsvortrag von Josef Hoppichler und verschiedene Erfahrungen und Ansichten der Teilnehmer. Zwei konkrete Projekte wurden entwickelt: Der authenTisch; ein Stammtisch zum Thema gutes Essen, aus dem Bioeinkaufsgemeinschaft, Kurse und Veranstaltungen entstehen sollen und „Das gschmackige Festival“; wo am Nachmittag Kurse zum Kochen, Backen, Garteln, usw. angeboten werden und am Abend gefeiert und genossen wird.Arbeitsgruppe „Die Zukunft deiner Arbeit“: Die Teilnehmer beschäftigten sich mit der Arbeitssituation in 20 Jahren und stellten Vergleiche zur Ist- und Soll-Situation an. Das Ergebnis ist ein wegweisendes Konzept für die Gestaltung von zukünftigen Arbeitsverhältnissen, die sich an den eigenen Bedürfnissen orientieren.Arbeitsgruppe „Energie-Klima-Kostengerechtigkeit“: Besteuerung von hohen, fossilen Energieverbräuchen, Entsteuerung von niedrigen, erneuerbaren Verbräuchen und neuen Lösungswegen sowie angepasste Bewertungskriterien werden forciert. („Das Bruttoinlandsprodukt ist ein Maß für die Wirtschaft, nicht für das Glück und die Zukunftsfähigkeit der Menschen.“)   ZITATE: „Nur im Miteinander, im Hören, was der Andere sagt, wird Fortschritt erreicht. Genau dieses Prinzip leben wir auch mit der neuen Jugendstrategie.“ (Reinhold Mitterlehner, Wirtschafts- und Jugendminister)„Wir können Demokratie nur gemeinsam leben!“ (Barbara Prammer, Nationalratspräsidentin)Für mich war sehr viel Neues dabei, es ist mein erstes Zukunftsforum. Ich war überrascht über die vielen Leute, die dabei sind, habe schon einige gute Gespräche geführt und bin positiv überrascht. Ich hoffe auf Anregungen von unseren Mitstreitern hier, wie man die Wichtigkeit der Thematik, egal ob es um Klimawandel oder um Saatgut geht, bei unseren KundInnen verbreiten kann. (Walter, Unternehmer)„“Ich bin gekommen, weil ich jung bin, weil ich was bewegen will, weil ich finde, das es die Jugend in der Hand hat etwas zu ändern, miteinander mit der Politik und mit der Wirtschaft. Unsere Stimme ist wichtig, damit etwas passiert. Ich finde es schön, das so viele Leute aus verschiedenen Bereichen hier sind. Man lernt Meinungen und Bedürfnisse von anderen kennen, sehr spannend, welche Aspekte die Menschen aus Politik und Wirtschaft mit einbringen.„ (Monika, Teilnehmerin)
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