Schloss Wolfpassing: Biomasse Wärmeanlage in Betrieb

Schloss Wolfpassing: Biomasse Wärmeanlage in Betrieb

Ariane Zeilinger Ariane Zeilinger, Tips Redaktion, 07.01.2019 11:10 Uhr

WOLFPASSING. Bereits vor dem großen Wintereinbruch ging die Biomasse Nahwärmeanlage der FWG-Fernwärmeversorgung Steinakirchen reg.Gen.m.b.H. - zur Versorgung von Schloss, Wirtschaftshof mit Käserei der Erlauftaler Käsewölfe GmbH und der bestehenden Wohnhausanlagen der GEDESAG und der Schloss Wolfpassing Bewirtschaftungs-GmbH im Schlosspark - in Betrieb.

Die FWG-Fernwärmegenossenschaft Steinakirchen wurde am 30. März 2000 von 14 Gründungsmitglieder in Steinakirchen gegründet und betreibt mit nunmehr schon 40 Mitgliedern mittlerweile vier Nahwärmeanlagen in der Pfarre Steinakirchen in Wang, Steinakirchen, und in Wolfpassing (ATZ und Schloss Wolfpassing).

Seit rund zwei Jahren liefen die Vorbereitungen zur Realisierung der Nahwärmeanlage für das Schloss Wolfpassing, wo nun mit der Inbetriebnahme die Realisierung abgeschlossen wurde. Für das Schloss Wolfpassing und den Wirtschaftshof, das der SWB Schloss Wolfpassing Bewirtschaftungs GmbH gehört und für die geplanten und bereits realisierten Wohnhausanlagen der GEDESAG (Gemeinnützigen Donau-Ennstaler Siedlungsaktiengesellschaft mit Sitz in Krems) besteht ein Wärmebedarf von rund einem Megawatt und ca. 1,35 Mio Kilowattstunden Wärme.

Dazu hat die Genossenschaft 1,2 Millionen Euro in die neue Nahwärmeanlage, die am bestehenden Standort am interkommunalen Betriebsgebiet neben dem ATZ (Auto Technik Zentrum) gebaut wurde, investiert. Die 40 Mitglieder der Genossenschaft bringen neben dem erforderlichen Eigenkapital von rund 100.000 Euro auch das benötigte Heizmaterial von rund 2.600 Schüttraummeter Holzhackgut aus den Wäldern des kleinen und großen Erlauftals auf, was der Region eine Wertschöpfung von jährlich rund 60.000 Euro bringt.

Projekt nun fast abgeschlossen

Das Schloss wurde bisher mit mehr als rund 100.000 Liter Öl beheizt, was mit der Heizungsumstellung somit eine CO2 Einsparung von 300 Tonnen pro Jahr bewirkt. Die Biomasse Anlage versorgt mit einer Holzhackgut-Kesselanlage von 500 kW und einem 32 Kubikmeter Pufferspeicher sowie 1,3 km Wärmenetz die bestehenden Wohnungen der GEDESAG, die bestehenden Wohnhausanlagen der SWB (Arbeiterwohnhaus, Beamtenwohnhaus und Villa) sowie das Schloss und den Wirtschaftshof mit Käserei mit Wärme.

Im Wirtschaftshof ist speziell der neue Mieter, die Erlauftaler Käsewölfe GmbH eine besondere Herausforderung, gilt es doch auch die entsprechende Prozesswärme für die Käsefertigung in gleichbleibender Qualität und ausfallsicher zu liefern. Mit der Inbetriebnahme ist nun die Realisierung des Projektes fast abgeschlossen, lediglich Restarbeiten für Isolierung der Wärmeleitungen im Heizhaus und Pufferspeicher sind noch erforderlich.

Positive Weiterentwicklung im Hinblick auf Nachhaltigkeit

„In der gemeinsamen Projekt-Partnerschaft mit der Fernwärmegenossenschaft Steinakirchen sehen wir die Grundlagen für eine professionelle Zusammenarbeit und die Möglichkeiten einer positiven weiter Entwicklung des Raumes Kleines Erlauftal, vor allem in Bezug auch auf die Nachhaltigkeit und Wertschöpfung in der Region“, betonten die Geschäftsführer der SWB (Schloss Wolfpassing Bewirtschaftungs GmbH) Johann Vonwald und Stefan Schrittwieser in Bezug auf die Realisierung der Nahwärmeanlage in Bezug auf die Realisierung der Nahwärmeanlage.

Eckdaten der Nahwärmeanlage

Wärmebedarf in der ersten Ausbaustufe für Schloss, Wirtschaftshof, Käserei, Wohnhausanlagen der SWB und der Bestand GEDESAG: 700 kW, 1 Mio. Kilowattstunden

Wärmebedarf der noch geplanten Wohnhausanlagen im Schlosspark: 300 kW, 350 MWh Megawattstunden

Kesselleistung Biomassekessel 500 kW

Kesselleistung Spitzenlastkessel 500 kW

Pufferspeichergröße 32 Kubikmeter

Länge des Wärmenetzes 1.350 Meter

Hackgutbedarf aus der Region 2.500 Schüttraummeter

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