Bezirk Melk: Mega-Photovoltaik-Projekt in SPÖ-Gemeinden geplant

Bezirk Melk: Mega-Photovoltaik-Projekt in SPÖ-Gemeinden geplant

Ronald Baireder, Leserartikel, 02.09.2015 15:46 Uhr

BEZIRK MELK. Die SPÖ-geführten Gemeinden des Bezirkes Melk denken an die Zukunft und haben sich zusammengefunden, gemeinsam mit ihren Bürgern „grüne Energie“ zu erzeugen. Auf gemeindeeigenen Dächern soll mit einem Investitionsvolumen von 2,3 Millionen Euro der „Photovoltaik-Cluster Melk“ mit einer Leistung von zwei Megawatt errichtet werden.
 

Die Bürgermeister von Golling, Klein-Pöchlarn, Leiben, Loosdorf, Marbach, Persenbeug-Gottsdorf, Petzenkirchen, St. Martin-Karlsbach, Ybbs und Landtagsabgeordneter Günther Sidl haben dieses Großprojekt aufgesetzt. SPÖ-NÖ Energiesprecher Sidl ist erfreut: „Mit den aus der Anlage zu erwartenden 2.000.000 kWh pro Jahr wird gleichviel CO2 eingespart, wie 400 PKW's ausstoßen. Die Stromerzeugung in Summe entspricht dem Jahresbedarf von 330 Einfamilienhäusern.“

Der „Photovoltaik-Cluster Melk“ wird mit der Firma 10hoch4 geplant. Dieses Unternehmen erhielt bereits viele Auszeichnungen. Unter anderem den österreichischen Staatspreis für Unternehmensqualität.

 

Bürgerbeteiligungs-Modell

Die Gemeinden stellen für dieses Projekt jene Dachflächen zur Verfügung, auf der die PV Anlage errichtet wird. Die Bürger können ab 2016 zu je 300 Euro ein PV-Modul in ihrer Gemeinde kaufen. Die Firma 10hoch4 wird mit diesem Geld die Anlagen installieren und betreiben. Regionale Firmen sollen ebenso Berücksichtigung finden. Die beteiligten Bürger erhalten 13 Jahre lang eine Miete von 10,50 Euro pro Jahr pro erworbenem Modul. Nach 13 Jahren erhält man schließlich auch die anfangs investierten 300 Euro pro Modul wieder zurück. Man erhält also eine Gesamtsumme von 436,50 Euro, dies entspricht einer Effektivverzinsung von 3,5 Prozent pro Jahr.

Das Projekt wird 2015 vorbereitet und voraussichtlich ab Mitte 2016 zur Umsetzung gelangen. Dazu wird es in den betroffenen Gemeinden auch Informationsveranstaltungen geben. Abschließend dankt Sidl den Bürgermeistern, „die hier an einem Strang, im Auftrag der Umwelt, ziehen und sich aufmachen in eine völlig neue Energiezukunft. Auch weitere Gemeinden im Bezirk Melk sind natürlich herzlich eingeladen, sich an diesem Projekt zu beteiligen.“

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