Starker Anstieg des Lkw-Verkehrs auf der A 1 bei Ybbs

Starker Anstieg des Lkw-Verkehrs auf der A 1 bei Ybbs

Margareta Pittl Online Redaktion, 14.03.2019 17:09 Uhr

YBBS. Eine Analyse des Verkehrsclubs Österreich (VCÖ) zeigt, dass der Lkw-Verkehr auf Niederösterreichs Autobahnen in den vergangenen fünf Jahren massiv zugenommen hat. In Ybbs bretterten 2018 um zwölf Prozent mehr Lkw über die A 1 als noch 2013. 

„Der Lkw-Verkehr auf Österreichs Autobahnen hat in den vergangenen fünf Jahren rund doppelt so stark zugenommen wie das Wirtschaftswachstum. Die rechte Fahrspur ist zur rollenden Lagerhalle geworden, auch ein Zeichen dafür, dass der Lkw-Transport zu billig ist“, fasst VCÖ-Experte Markus Gansterer eine aktuelle VCÖ-Analyse auf Basis von Daten der Asfinag zusammen. Der VCÖ hat österreichweit 196 Zählstellen auf Autobahnen und Schnellstraßen analysiert.

14.000 Lkw pro Werktag in Ybbs

In Niederösterreich waren die meisten Schwerfahrzeuge im Vorjahr auf der A 2 bei Biedermannsdorf mit durchschnittlich 17.950 pro Werktag unterwegs. Auf der A21 wurden bei Brunn am Gebirge im Schnitt 14.150 Schwerfahrzeuge pro Werktag gezählt, um zwölf Prozent mehr als im Jahr 2013, informiert der VCÖ. Auf der A 4 gab es eine Zunahme um fast 15 Prozent. Besonders stark hat der Schwerverkehr auf der A 5 zugenommen, nämlich um fast ein Drittel. Hier fuhren bei Eibesbrunn im Schnitt 4.870 Schwerfahrzeuge pro Tag. Auf der A 1 bei Ybbs und Oed fuhren 2018 rund 14.000 Schwerfahrzeuge pro Werktag – das sind zwölf Prozent mehr als 2013.

Mehr Kontrollen

Der VCÖ fordert verstärkte Maßnahmen sowohl auf EU-Ebene als auch in Österreich. In Österreich seien mehr Lkw-Kontrollen nötig. Damit könnten mehr Lkw, die durch technische Mängel eine Gefahr darstellen, rechtzeitig aus dem Verkehr gezogen werden. Auch die arbeits- und sozialrechtlichen Bestimmungen seien laut VCÖ stärker zu kontrollieren, die hohe Toleranzgrenze beim Überschreiten von Tempolimits – für Lkw gilt auf Autobahnen Tempolimit 80 – sei abzuschaffen. „Sozial- und Preisdumping kann nur durch verstärkte Kontrollen eingedämmt werden. Es geht hier auch um faire Wettbewerbsbedingungen für jene Frächter, die sich an die Regeln halten“, so VCÖ-Experte Gansterer.

Lkw-Transport zu billig

Für das Transitland Österreich seien zudem verstärkte Maßnahmen auf EU-Ebene nötig. Neben dem verstärkten Ausbau der grenzüberschreitenden Bahnverbindungen und dem Abbau bürokratischer Hürden spricht sich der VCÖ auch für eine europaweite Mindestmaut für Lkw aus. „Dass es sich rechnet, Schweine aus Ostdeutschland nach Italien zu transportieren, um dann als Schinken wieder nach Deutschland transportiert zu werden, zeigt, dass der Lkw-Transport in Europa zu billig ist“, verdeutlicht VCÖ-Experte Gansterer.

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