Was sich Frauen aus der Region für die Zukunft wünschen

Was sich Frauen aus der Region für die Zukunft wünschen

Katharina Vogl Katharina Vogl, Tips Redaktion, 07.03.2018 18:00 Uhr

ZWETTL. Seit 1921 wird der internationale Frauentag am 8. März begangen. Er entstand im Kampf um die Gleichberechtigung und das Wahlrecht für Frauen und kann auf eine lange Tradition zurückblicken. Tips hat zwei starke weibliche Stimmen aus der Region eingefangen und sie gefragt, was sie sich für die Zukunft der weiblichen Bevölkerung wünschen.

2018 ist ein Jahr mit Symbolkraft in Österreich: 100 Jahre Frauenwahlrecht und das Frauenvolksbegehren 2.0 stehen an. Die politische Beteiligung von Frauen war nicht immer eine Selbstverständlichkeit. Bis sie ihr Recht auf politische Mitbestimmung im Jahr 1918 erlangten, mussten die Frauen einen langen, harten Weg gehen. Der Kampf um dieses Wahlrecht von 1848 bis 1918 hat viele frauenpolitische Errungenschaften auf den Weg gebracht und war eine wesentliche Grundlage für die Anerkennung von gesellschaftlichen und politischen Rechten für Frauen. Das allgemeine Wahlrecht ist demnach ein Meilenstein im Ringen um Chancengleichheit. Es ist der Schlüssel zur Gleichberechtigung – um teilhaben, um mitgestalten und um mit entscheiden zu können, in welcher Gesellschaft wir leben möchten.

Jetzt erst Recht

Das „Unabhängige Frauenforum“(UFF) stellte 1997 ein Frauenvolksbegehren auf die Beine, das vor allem auf die Verbesserung der wirtschaftlichen Situation der Bürgerinnen zielte: gleiche Chancen am Arbeitsmarkt, gerechte Einkommensverteilung, Armutsbekämpfung und ausreichende Pensionen – das sind Inhalte, die heute nach wie vor relevant sind. Rund 645.000 Personen unterschrieben – drei Viertel davon Frauen – und brachten das Frauenvolksbegehren damit auf die politische Agenda des Parlaments.

Unter dem Slogan „Es ist Zeit!“ versucht der Verein Frauenvolksbegehren 2.0 in diesen Tagen, den Forderungen, die nach wie vor nicht erfüllt sind, mit einem weiteren Frauenvolksbegehren Nachdruck zu verleihen. Bis 4. April ist es noch möglich, seine Stimme unter frauenvolksbegehren.at abzugeben.

Wünsche für die Zukunft

Und was wünschen sich die Frauen für die Zukunft der weiblichen Bevölkerung? Tips hat zwei „starke“ Stimmen eingefangen:

„Ich möchte, dass meine Tochter dieselben Chancen im Leben hat wie mein Sohn. Ich wünsche mir, dass endlich die gleichen Rechte für Frauen und Männer gelten: gleicher Lohn bei gleicher Arbeit und Qualifikation, optimale Vereinbarkeitslösungen von Beruf und Familie, und, dass keine eigenen Volksbegehren mehr nötig sind, weil dies alles selbstverständlich ist“, so Martina Surböck-Noé, Geschäftsführerin des Wirtschaftsforum Waldviertel.

Und Elisabeth Mittendorfer, Obfrau des Zwettler Vereines „Flotte Lotte“ betont: „Die bisher erworbenen Frauenrechte haben wir sehr starken, mutigen und zielstrebigen Frauen zu verdanken. Ich glaube, dass es besonders im Waldviertel sehr viele Frauen mit unheimlich viel Potenzial gibt! Ich wünsche mir, dass immer mehr Frauen aus der Region ihre Fähigkeiten und Talente auch öffentlich zeigen und leben und ihnen dafür auch Anerkennung und Wertschätzung entgegen gebracht werden. Vor allem aber sollten wir Frauen uns gegenseitig unterstützen, um neue Projekte, Ziele oder Vorhaben umsetzen zu können!“

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