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Schwefelwasserstoff in Kanalsystem und Gebäude sorgt für längeren Einsatz

Online Redaktion, 20.02.2026 13:24

ALKOVEN. Ein unklarer, gasartiger Geruch war Auslöser für einen dreieinhalbstündigen Feuerwehreinsatz im Bereich von Weidach. Aus dem Kanalsystem drang teilweise intensiver „Eiergeruch“, was Hinweise auf Schwefelwasserstoff darstellen.

 (Foto: Hermann Kollinger)
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Unklarer Geruch oder auch Gasgeruch wurde der Feuerwehr Alkoven gegen 16 Uhr des 19. Februar 2026 aus Weidach gemeldet, woraufhin die Feuerwehr Alkoven und kurze Zeit später für das Einsatzleitfahrzeug auch die Feuerwehr Polsing alarmiert wurden. Nachdem die Feuerwehr Alkoven am Einsatzort angekommen war, konnte diese Meldung bestätigt werden. Aus dem Kanalsystem drang teilweise intensiver „Eiergeruch“, was Hinweise auf Schwefelwasserstoff darstellen.

Die Bewohner des betreffenden Gebäudes wurden ersucht, das Haus zu verlassen, während ein Atemschutztrupp erste Messungen durchführte, welche bis zu 300 ppm Schwefelwasserstoff ergaben. Umfangreiche Belüftungsmaßnahmen waren die Folge. In Zusammenarbeit mit der Gemeinde Alkoven sowie der ebenso verständigten Linz AG versuchte man, die Quelle der H2S-Verunreinigung zu ermitteln. Als Gegenmaßnahme galt es, das Kanalsystem zu spülen, da auch hier Messungen alarmierend hohe Konzentrationen ergeben haben. Diese zogen sich teilweise bis ins Ortsgebiet von Alkoven, da auch von dort eine „stinkende“ Alarmmeldung einging.

Ein Kilometer Kanal gespült

Mit den Mitteln des ausgerückten Rüstlöschfahrzeuges sowie des Tanklöschfahrzeuges wurden in Summe rund ein Kilometer Kanal gespült und jeder Schacht zwecks Kontrollmessungen geöffnet. Ergänzend zum Einsatz kam das auch noch vorhandene, alte Tanklöschfahrzeug, mit dessen Kanalratten-Anschluss ebenso Spülungen vorgenommen wurden. Auch ein Kanalreinigungsunternehmen unterstützte die Maßnahmen. Das Messgerät schlägt über H2S-Detektion (Wechselanzeige in Zeile) Alarm. Parallel dazu wurden 25 Häuser entlang des betroffenen Bereiches begangen und Kontrollmessungen vorgenommen. Mit den vorhandenen Gasspürgeräten konnten gegen 19 Uhr sodann keine Schwefelwasserstoffkonzentrationen mehr nachgewiesen werden, sodass die Maßnahmen der Feuerwehr zu Ende waren.

Mit 19.30 Uhr war der Einsatz für beide Feuerwehren beendet. Der Verursacher für die H2S-Anreicherung ist der Feuerwehr nicht bekannt.