Suche


Weitere Angebote

Sociale Medien

Kontakt

„Germknödel no Jutsu“: Vier junge Zeichner und ihre Identitätsfrage

David Ramaseder, 17.02.2026 10:49

TRAUN. Mit der Ausstellung „Germknödel no Jutsu – Manga zwischen Kunst und Kommerz“ widmet sich die Galerie der Stadt Traun in Kooperation mit dem NEXTCOMIC Festival einem Thema, das aktueller kaum sein könnte: Wie viel Kunst steckt im Manga – und wie viel Markt?

Die Ausstellung zeigt Manga aus der DACH-Region so persönlich wie selten zuvor. (Foto: Melanie Schober)

Der Titel – frei übersetzt „Die Kampfkunst des Germknödels“ – bringt augenzwinkernd auf den Punkt, worum es geht. Die vier Zeichner David Füleki, Martina Peters, Melanie Schober und Regina Schrattmaier sind geprägt von hiesiger Kultur und Kunst. Dann kam der Einfluss aus Japan, der sie alle mitriss.

Doch sie sind keine „Kopiermaschinen“. Sie lieben Manga, wollen aber ihren eigenen Stil einbringen und daraus etwas Neues entstehen lassen. Genau dieser Balanceakt prägt ihren Alltag: Ein möglichst perfekter, glossy und „japanisch“ wirkender Stil komme gut an, verkaufe sich gut, sichere das Überleben. „Aber ist das noch Kunst? Oder schon Kommerz?“ Wenn beim Zeichnen der Gedanke mitschwinge, dass es „online sicher gut ankommen“ und Klickzahlen steigern werde – sei das dann noch Kunst oder reiner Content? Die Ausstellung macht diese kleine „Identitätskrise“ sichtbar.

Bis 29. März präsentieren die vier ein vielfältiges Potpourri an Arbeiten, das Unterschiede und Gemeinsamkeiten zeigt. Denn Manga ist kein Einheitsbrei – jede und jeder hat eine eigene Handschrift, eine eigene Perspektive.

Eröffnet wird die Schau am 25. Februar um 19 Uhr durch Kuratorin Katharina Acht, begleitet von Live-Zeichnen und Buchverkauf. Der Eintritt ist frei.


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.

Jetzt anmelden