Valentinstag im Rettungswagen: Wenn aus Blaulicht Liebe wird
ST. FLORIAN/ENNS. Der Valentinstag steht für Zweisamkeit. Für viele Freiwillige beim OÖ. Roten Kreuz bedeutet er aber auch Einsatzbereitschaft. Sie teilen Dienste, Verantwortung und prägende Erlebnisse – und manchmal entsteht daraus mehr als Kameradschaft.
Julian und Pia von der Ortsstelle Enns haben sich im Rettungsdienst kennengelernt. Aus gemeinsamen Ausbildungen und Einsätzen wurde eine Beziehung. Auch am Valentinstag kann es vorkommen, dass sie gemeinsam Dienst versehen. „Es ist durchaus anders als mit einem anderen Kollegen. Man harmoniert auf einer anderen Ebene, weiß oft nur durch Gestik und Mimik, was der Partner meint“, sagt Pia. Gleichzeitig funktioniere es gut, Privates und Dienstliches zu trennen: „Wir sehen uns im Dienst als Kollegen und nicht als Partner.“
Was sie verbindet, sind gemeinsame Werte. „Der Gedanke, etwas Gutes zu tun und unseren Mitmenschen helfen zu können. Die Zeit sinnvoll zu investieren, Kontakte zu knüpfen – das hat uns beide motiviert“, erklärt Julian. Das Engagement beim Roten Kreuz sei für sie ein „sinnvolles Hobby und Bereicherung des Alltags“.
Auch in der Ortsstelle St. Florian hat das Ehrenamt zwei Menschen zusammengeführt. Bastian und Jessica sind mittlerweile verheiratet – und regelmäßig gemeinsam im Rettungsdienst unterwegs. „Wir sind öfter miteinander im Einsatz und es ist eigentlich sehr schön, weil wir einander auch im Einsatz sehr gut ergänzen. Wir sind beide ein Ruhepol im Einsatz und können uns aufeinander verlassen, das ist im Ernstfall essenziell“, sagt Jessica.
Für Bastian bekommt das Motto „Aus Liebe zum Menschen“ am Valentinstag eine besondere Bedeutung: „Für uns bedeutet das, für andere da zu sein.“ Das zeige sich ganz konkret, wenn sie ihre Freizeit für Dienste einsetzen.
Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.
Jetzt anmelden