„Solar“: Jubiläumsklangwolke 2019 lässt die Sonne aufgehen

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Das Thema der Jubiläumsklangwolke 2019 wurde präsentiert, v. l.: Brucknerhaus-Chef Dietmar Kerschbaum, Regisseur David Pountney, Sparkasse OÖ-Generaldirektor Michael Rockenschaub und Bürgermeister Klaus Luger. Foto: Reinhard Winkler
Karin Seyringer Karin Seyringer, Tips Redaktion, 24.05.2019 14:43 Uhr

LINZ. Die Katze ist aus dem Sack: Die Jubiläumsklangwolke trägt den Titel „Solar“. Die Sonne sowie die Beziehung der Menschen zu ihr werden am 7. September im Donaupark im Mittelpunkt stehen. Für die Umsetzung wurde ein hochkarätiges Team gefunden, angeführt von David Poutney, der in Linz kein Unbekannter ist. David Haneke, Sohn von Peter Haneke, zeichnet für das Videodesign verantwortlich. Auch Statisten werden gesucht.

„Ich glaube, wir beschreiten hier neue Wege“, freut sich Brucknerhaus-Chef Dietmar Kerschbaum. „Neu ist, dass für dieses Auftragswerk eine Durch-Komposition geschaffen wird“. Die Partitur vereint viele verschiedene Stile, eingängige Musik mit Elementen klassischer Musik bis zu Electronic und Drum 'n' Bass wird zu hören sein.

Kein Wunder, kommt die Musik doch vom renommierten Theater- und Filmkomponisten Nick Powell und Drum'n'Bass-DJ James Pountney, besser bekannt als „Culture Shock“.

Pountney ist auch der Sohn von David Pountney, der die Linzer Klangwolke zum 40-jährigen Jubiläum inszeniert. Er hat in Linz bereits die „Spuren der Verirrten“ von Philipp Glass zur Eröffnung des Musiktheaters erarbeitet, war auch Intendant der Seebühne in Bregenz.

Die Sonne in fünf Akten

„Diese Klangwolke ist für mich höchst interessant und originell zu machen, denn es ist nichts vorgegeben“, so Pountney. Vom Anfang bis zum Ende werde alles neu erdacht.

Der Ablauf von „Solar“ ist in fünf Akte gegliedert, ein großer Bogen von der Vergangenheit über die Gegenwart bis zur Zukunft wird gespannt. Nach der mythologischen „Sonnenanbetung“ in prähistorischen Zeiten kommt es im zweiten Akt zur „Kopernikanischen Revolution“ und zum wissenschaftlichen Verständnis, wie das Universum funktioniert. Die „Wissenschaft“ ist auch Teil des dritten Aktes, bevor es zur „Apokalypse“ kommt: Hier werden im vierten Akt die Klimakrise, die Erderwärmung und die Sonne als Gefahr thematisiert. „Das ist auch der politische Aspekt des Abends“, so Pountney. Mit der „Hoffnung“ schließlich findet „Solar“ den Abschluss, wobei die Macher das Ende des Stücks noch nicht verraten wollen.

Hochkarätiges Team

Mit Pountney ist ein hochkarätiges Team an der Klangwolke beteiligt: Robert Innes Hopkins (Inszenierung und Design), Malcolm Rippeth (Lichtdesign), Nick Powell und James Pountney (Musikdesign), David Haneke (Videodesign), Amir Hosseinpour (Choreographie), Anne Marie Legenstein (Kostümdesign), Ran Arthur Braun (Stuntdesign) und Florence Bas (Assistenz Choreographie) arbeiten aktuell an „Solar“.

30-Meter-Scheibe

Ein sehr wichtiger Teil des Abends werden die Videoeffekte sein. Vorab kreiert David Haneke einen rund 20 minütigen Tanzfilm, der zu Einsatz kommt. „Geplant ist eine runde Scheibe als Projektionsfläche, diese 20 bis 30 Meter große Disc wird auf einem Schiff stehen“, erklärt der Videodesigner. Ihm stehen für seine Arbeit Original-Aufnahmen der NASA zur Verfügung.

Publikum spielt mit

Über 400 Kostüme werden für die diesjährige Klangwolke benötigt. Auch die Donau wird stark bespielt, mit einigen Schiffen, dem aktuell höchsten Kran und Feuerstrahler. Gerade dem Ende zu werde das Publikum mitspielen, mehr verrate man aber noch nicht, so das Leading Team der Klangwolke 2019.

Geburtstagsgeschenk zum 170-Jahr-Jubiläum der Sparkasse OÖ

„Die Klangwolke ist für die Sparkasse OÖ zu einer emotionalen Herzensangelegenheit geworden“, so Generaldirektor Michael Rockenschaub. „170 Jahre Sparkasse OÖ hat zu einer besonderen Klangwolke veranlasst“, kündigt er ein Geburtstagsgeschenk für alle an. Die Sparkasse OÖ hat ihr Engagement für die Linzer Klangwolken bis 2021 verlängert.

„Vor 40 Jahren haben nicht viele daran gedacht, dass aus diesem Event, der damals belächelt wurde, eine Veranstaltung wird, die 100.000 Menschen zusammenbringt. Das ist auch nur möglich, weil es solche Partner gibt“, dankt Bürgermeister Klaus Luger. Das diesjährige Thema Sonne sieht Luger angesichts der weltweiten Klimakrise von brennender Aktualität.

Statisten gesucht

Bei der Klangwolke kann man aber nicht nur als Zuschauer dabei sein, zahlreiche Statisten werden wieder gesucht, die Teil der Inszenierung werden.

Gesucht werden 100 Statisten, die verschiedene tänzerische Choreografien auf einem Schiff inklusiver mehrerer Kostümwechsel durchführen. Probenzeitrum für diese Gruppe: 18. August bis 6. September, jeweils 17 bis 21 Uhr.

Zusätzlich werden 40 Statisten gebraucht, die weniger aufwändige Aufgaben, ebenfalls auf einem Schiff, durchführen. Diese Proben von 31. August bis 6. September, jeweils von 17 bis 21 Uhr.

Anforderungen: körperlich fit, motiviert, mindestens 18 Jahre, bei den Tänzern natürlich tanzbegeistert.

Bei Interesse ehest möglich bei Katrin Fink im Brucknerhaus Linz melden, unter Tel. 0660/3951870, katrin.fink@liva.linz.at

Die „170 Jahre Sparkasse OÖ Jubiläumsklangwolke 2019“, präsentiert von der Linz AG, findet am Samstag, 7. September, ab 20.30 Uhr, bei freiem Eintritt im Donaupark Linz statt. Dauer: rund 65 Minuten. 900.000 Euro sind für den Großevent budgetiert.

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