Problemloser Start für Micheldorfs „Corona Drive In“

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Sophie Kepplinger Sophie Kepplinger, Tips Redaktion, 03.04.2020 11:58 Uhr

BEZIRK KIRCHDORF. Insgesamt 73 berufliche und mehr als 600 freiwillige Mitarbeiter des Roten Kreuzes haben dieser Tage alle Hände voll zu tun im Bezirk Kirchdorf. Von Probentransporten bis zur Bereitstellung von Schleusen-Zelten sind die Mitarbeiter mehr als gefordert. Seit Freitag gibt es nun auch einen „Drive-in“ in Micheldorf, um Testungen auf den Coronavirus schneller vollziehen zu können.

„Grundsätzlich sind wir bestrebt die Aufgaben und Bereiche des Roten Kreuzes weiterhin in gewohnter Art und Weise durchzuführen. Die Corona-Krise hat uns jedoch zu diversen Änderungen gezwungen“, berichtet Alexander Kaineder, Bezirksgeschäftsleiter des Roten Kreuzes im Bezirk Kirchdorf. Eine dieser Änderungen ist ein eigener „Drive-in“ für schnellere Covid-19 Testungen.

„Drive In“ in Micheldorf

Der sogenannte „Drive-in“ für schnellere Testungen ist vergangenes Wochenende in Micheldorf aufgebaut worden. „Der Start am Freitag verlief äußerst zufriedenstellend und problemlos. Es konnten zahlreiche Testungen im Auftrag der Behörde durchgeführt und zeitgleich enorm viel Hygieneartikel eingespart werden“, so Kaineder. Eine Testung auf das Coronavirus im „Drive-in“ ist nur nach vorheriger Terminvereinbarung mit den Mitarbeitern der Gesundheitshotline möglich.

Zwei mobile Teams

Auch organisieren das Rote Kreuz Team des Bezirkes die Probenentnahmen mit zwei mobilen Probeentnahmeteams und erledigt den Transport der Proben zu den Testlabors. Sie transportiert aber nicht nur Proben, sondern auch Patienten. Mit Spezialteams werden sogenannte „Covid-Transportfahrzeuge“ gefahren. „Zusammenstehen, aber Abstand halten und schnell reagieren ist jetzt unsere Devise“, immerhin ist eine rasche Anpassung an die sich laufend ändernde Situation enorm wichtig. Unter anderem wird die telefonische Gesundheitsberatung mit der Nummer 1450, welche mehr als zweitausend Anrufe pro Tag erhält, mit zwei Personaleinheiten des Roten Kreuzes aus dem Bezirk Kirchdorf unterstützt.

Mitarbeiter im Home Office

 „Alle nicht-einsatz-relevanten Personaleinheiten üben ihre Tätigkeit im Homeoffice aus“, so Kaineder. Ebenfalls habe man jene Bereiche, welche ein erhöhtes Übertragungsrisiko mit sich bringen, auf das Notwendigste reduziert. Dies betrifft auch die Veranstaltungen, Schulungen und Kurse, welche bis auf weiteres verschoben oder abgesagt wurden. „Zum Schutz gefährdeter Gruppen können derzeit nicht alle Mitarbeiter eingesetzt werden. Auch Jugendgruppenstunden sind derzeit nicht im gewohnten Umfeld möglich.“ Die Lagebesprechungen finden derzeit in kurzen Intervallen und natürlich mit Sicherheitsabstand statt.

Blutspendetermine finden statt

Blutspendetermine jedoch dienen dazu, Leben zu retten und finden weiterhin statt. Der nächste Blutspendetermin ist am Montag, 20. April, von 15.30 bis 20.30 beim Judoverein Micheldorf in der Ziehbergstraße 9. Da sich der Termin noch ändern kann, ist ein Nachfragen bei der Blutspendezentrale unter 0732/777 000 263 empfehlenswert.

„Enormes Engagement“

„Dank der Bezirkshauptmannschaft Kirchdorf und den Gemeinden, aber vor allem aufgrund unserer zahlreichen freiwilligen Mitarbeiter, die in dieser Situation ein enormes Engagement zeigen, können wir rasch auf neue Situationen reagieren“, betont Kaineder abschließend und ist sich sicher, dass die derzeitige Ausnahmesituation positiv gemeistert werden kann.

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