Interaktive Plattform soll Erst- und Jungwähler auf Wahlen vorbereiten

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Wurzer Katharina, Leserartikel, 28.06.2021 20:09 Uhr

OÖ. Etwa 92.100 Personen zwischen 16 und 21 Jahren können in diesem Jahr zum ersten Mal an den Landtags-, und Gemeinderatswahlen in Oberösterreich teilnehmen. Um speziell sie und Jungwähler bis 28 Jahre (105.000 Personen) parteiunabhängig zu informieren, haben die Mitglieder des Oö. Landtags die Informationsplattform „Fit fürs Wählen - Demokratie braucht dich“ auf den aktuellen Stand gebracht und ins Internet verlagert.

Mit der interaktiven Homepage „Fit fürs Wählen“ sollen oberösterreichische Wählende zwischen 16 und 28 Jahren auf die bevorstehenden Landtags- und Gemeinderatswahlen im Herbst vorbereitet werden. Dabei stehen die Wissensvermittlung über das Bundesland und dessen Landespolitik sowie die Möglichkeiten der Bürgerbeteiligung im Vordergrund. Die Jugendlichen und jungen Erwachsenen können sich beispielsweise über den Weg einer Parteigründung, über das aktive und passive Wahlrecht, die aktuell im Landtag vertretenen Klubs, aber auch über Möglichkeiten der Informationsbeschaffung informieren. Ergänzt wird die Wissensvermittlung um interaktive Elemente. So kann beispielsweise die Veränderung der Alterspyramide der Bevölkerung in Oberösterreich über die Jahre hinweg erkundet werden, indem eine Zeitleiste bewegt wird. Animationen und Kurzfilme sollen zum Entdecken anregen. Das Gelernte kann außerdem mittels eines Gewinnspiels in unterschiedlichen Kategorien überprüft werden. Wer alle Fragen richtig beantwortet, hat die Chance, Eintrittsgutscheine für die EurothermenResorts sowie das Landes- und Musiktheater oder E-Scooter zu gewinnen.

„Zu wenig politische Bildung an Schulen“

Hintergrund , die Plattform „Fit fürs Wählen“ zu adaptieren, ist die Sora-Studie „Junge Menschen und Demokratie in Österreich 2020“, für die 360 Jugendliche zwischen 16 und 26 Jahren rund um ihre Einstellung zu Politik befragt wurden. „60 Prozent der Befragten sind Demokraten. Nachdenklich machen mich die 34 Prozent der Jugendlichem, die eine autoritäre beziehungsweise illiberale Demokratievorstellung haben. Deshalb müssen wir die Vorteile und Chancen der Demokratie weiter verstärkt in den Vordergrund rücken. In den Schulen wird teilweise zu wenig politische Bildung angeboten. Es gibt für junge Wähler auch kaum ausgewogene Informationsplattformen“, erläutert Landtagspräsident Wolfgang Stanek (ÖVP). Deshalb sei es Aufgabe der Regierungsmitglieder und der Abgeordneten im Oö. Landtag, sichtbar zu machen, welche Lebensbereiche der Jungen unmittelbar von Politik gestaltet werden würden. Vermehrte Informationen sollen zur Meinungsbildung und zur Stärkung des Urteilsvermögens der Erst- und Jungwähler beitragen.

Hierzu möchte „Fit fürs Wählen“ einen Beitrag leisten. Die Plattform gab es zuvor in Papierform und wurde vom Land Oberösterreich und der Agentur PrimeConcept nun in ein zielgruppengerechtes, digitales Format gebracht, das leicht zu bedienen sein soll.

Einsatz sozialer Medien

Neu ist auch, dass soziale Medien zum Einsatz kommen, da die Sora-Studie ergab, dass sie rund die Hälfte der Befragten mindestens einmal wöchentlich heranziehen, um politische Informationen zu erhalten. „Die vom Kinderfolder bekannten Figuren Anna und Lukas haben wir in die Realität gebracht. Alina und Janis haben sich in einem längeren Casting-Prozess letztendlich durchgesetzt und werden auf eigenen Instagram-Accounts regelmäßig Inhalte schalten“, führt Stanek aus. Bespielt werden sollen neben Instagram TikTok, Facebook und YouTube.

Die Plattform soll über die kommende Wahl hinaus bestehen und sowohl im Schulunterricht als auch Zuhause genutzt werden. Ab Herbst werden auch wieder verstärkt Einladungen für Schulklassen ins Landhaus ausgesprochen.

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