Herausfordernder Winter für Rehwild im Bezirk Vöcklabruck
WOLFSEGG AM HAUSRUCK. Die vergangene Winterperiode stellte das heimische Rehwild vor große Herausforderungen. Besonders tiefe Temperaturen, Schnee und Eis erschwerten das Überleben der Tiere bis zum Frühjahr erheblich.

Unter Schnee und Eis finden Rehe kaum nährstoffreiche Äsung, da sie sich vor allem von Knospen, Gräsern, Kräutern und Blättern ernähren. Vereiste Schneeschichten machen den Zugang zu natürlichem Futter schwierig, was häufig zu Verbiss an jungen Bäumen führt – ein Schaden für Waldbesitzer und Landwirte. „Um Schäden zu vermeiden, setzen wir auf gezielte Wildfütterungen und enge Zusammenarbeit mit Waldbesitzern“, erklärt Franz Hofmanninger, Jagdleiter in Wolfsegg am Hausruck.
Ein weiterer entscheidender Faktor ist Ruhe. Im Winter reduzieren Rehe ihren Stoffwechsel und halten sich bevorzugt in ruhigen Waldgebieten auf. Zunehmende Freizeitaktivitäten im Wald, vor allem abseits markierter Wege, stören das Wild und zwingen es zur Flucht, wodurch wertvolle Energiereserven verloren gehen. Hofmanninger appelliert daher eindringlich an die Bevölkerung, insbesondere im Winter auf Aktivitäten abseits der Wege zu verzichten.
Die Jägerschaft Wolfsegg am Hausruck agiert im Spannungsfeld zwischen Forst, Landwirtschaft und Wildschutz. Sie unterstützt Waldbesitzer und Landwirte bei der Pflege der Kulturlandschaft, dem Schutz von Jungbäumen und der Sicherung eines lebenswerten Lebensraums für das Wild. „Nur durch enge Zusammenarbeit können wir nachhaltig für Wald und Wild wirken“, fasst Hofmanninger zusammen.


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