Dritte Mühlviertler Messe wurde eröffnet

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  • Erstellt von: Regina Wiesinger
  • Datum: 12.08.2016
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FREISTADT. Mit einem Festzug ins Festzelt wurde die heurige Mühlviertler Messe mit Sonderausstellung "Der Wald ruft" eröffnet. Ehrengäste aus Politik, Kultur und Wirtschaft informierten sich über Mystik, Nutzung und Tourismus im und rund um den Wald und feierten die dritte Mühlviertler Messe bei einem gemütlichen Maß Bier von der Braucommune Freistadt im Festzelt.

Der Lebensraum Wald mit all seinen Facetten rückt in unserer Gesellschaft verstärkt in den Fokus. Viele Menschen interessieren sich für Wald und Natur, für Gesundheit und Naturmedizin, Forstwirtschaft und Handwerk und für die Tier- und Pflanzenwelt. "Die Region rund um Freistadt schafft es bereits seit Jahren, einen modernen Zugang zu Natur und Freiraum zu gestalten und so seine Attraktivität zu steigern. Mit der Erlebnismesse "Der Wald ruft" wurde nicht nur eine perfekte Ergänzung zur Mühlviertler Wiesn gefunden, sondern ein weiterer wichtiger Meilenstein für den Lebensraum Wald gesetzt", betont Landtagspräsident Sigl in seiner Ansprache bei der Eröffnung der Mühlviertler Wiesn. 

Neben Gesundheit und Naturmedizin sind auch der Wald und die Forstwirtschaft Schwerpunkte der Erlebnismesse. "Unser Wald mit seiner vielfältigen positiven Wirkung ist ein wertvoller Lebens- und Wirtschaftsraum, mit dem wir sorgsam umgehen müssen. Deshalb braucht dieser einen besonderen Schutz", erklärt Sigl. Ein aktuell viel diskutiertes Thema der Landespolitik ist die generelle Öffnung der Forststraßen für Mountainbiker. Derzeit sind über 700 Kilometer von den im Besitz der Österreichischen Bundesforste befindlichen Forststraßen für die Radsportler freigegeben. "Bei allem Verständnis für die Forderungen der Mountainbiker – aber die Nutzungseinschränkungen von Forststraßen sind keine Willkür, sondern dienen dem Schutz der Grundeigentümer. Die Eigentumsrechte müssen gewahrt sein und bleiben", sagt Sigl. 

Eine ebenso entscheidende Frage sei laut Sigl das Haftungsthema. "Was passiert, wenn etwas passiert? Derzeit haften nach Zivilrecht die Grundbesitzer. Deshalb ist es für mich verständlich, wenn diese eine generelle Öffnung verweigern, bevor sie durch Haftungsansprüche finanziellen Schaden erleiden", betont Sigl und fordert in seiner Ansprache zugleich einen Ausbau des Mountainbike-Netzes: "Diese Freizeitaktivität liegt im Trend und ist so auch für den heimischen Tourismus von großer Bedeutung. Deshalb ist es wichtig, ein attraktives Mountainbike-Netz zu haben, aber unter Berücksichtigung naturschutzrelevanter Kriterien und rechtlicher Absicherung für die Grundeigentümer – so wie es bis jetzt auch gehandhabt wurde."

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