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ADLWANG. „Am Anfang habe ich gelitten, aber Adlwang ist mir ans Herz gewachsen“, erzählt Maria Hieslmayr, die seit über 40 Jahren als Pfarrersköchin aktiv ist.

  1 / 2   Maria Hieslmayr mit Pater Georg in ihrem geliebten Pfarrhofgarten Foto: Reinhard Niederkrottenthaller

Als jüngstes von zehn Kindern wuchs die heute 88-Jährige im 15 Kilometer entfernten Kematen in einfachen Verhältnissen auf. „Mein Vater war Maurer. Ich habe nur die Volksschule besucht, das war so üblich.“ Bereits mit 13 Jahren begann das Arbeitsleben, der Zweite Weltkrieg tobte. „Zu einem Bauern wollte ich nicht. Ich kam zu einem Bäcker in den Dienst“, erzählt Maria Hieslmayr.

Schockerlebnis

Nach einem schockierenden Erlebnis beendete sie diese Tätigkeit. „Ein amerikanischer Soldat ist schwer bewaffnet ins Geschäft gekommen. Ich bin geflüchtet und nach Hause gelaufen.“ Schon in jungen Jahren musste sie hart arbeiten. „Man ist überall ausgenützt worden. Bei meiner nächsten Station im Krankenhaus Kremsmünster habe ich jeden Tag von 5 Uhr früh bis 9 Uhr am Abend gerackert und habe 30 Schilling im Monat verdient.“

Vorzügliche Köchin

Ihre Schwester vermittelte ihr eine Arbeitsstelle in einer Fleisch- und Wurstfabrik in Wels. Zunächst als Haushälterin bei den Chefleuten, später als Köchin in der Betriebsküche. „Ich war dort zehn Jahre lang, die Arbeiter haben meine Speisen geliebt.“ Mit etwa 30 Jahren wechselte sie ins Stift Kremsmünster, wo sie bis 1972 in der Schank tätig war und als Kellnerin viele Leute kennenlernte. So kam sie auch zu ihrem nächsten Job in der Apotheke Mayrhofer in Linz. „Ich habe im Büro gearbeitet und mit 8.700 Schilling genauso viel verdient wie die anderen Angestellten.“

Nie verheiratet

Verheiratet war Maria Hieslmayr übrigens nie. „Dazu war ich nie berufen.“ 1977 folgte der Wechsel in den Pfarrhof nach Adlwang. „Es war ein Chaos dort, ich habe am Anfang sehr gelitten“, erinnert sich die 88-Jährige. Mit viel Engagement brachte sie den Pfarrhof in Schwung, bekochte die Pater Maximilian, Gotthard, Matthias und seit 26 Jahren Pater Georg. Früher wurden auch Zimmer vermietet. „Ich hatte viele Gäste aus Deutschland da und habe mich über die Abwechslung gefreut.“

Garten und Katzen

Ohne Maria Hieslmayr läuft im Pfarrhof auch heute nichts, ihre direkte Art wird geschätzt. „Ich bin gerne unter den Adlwangern“, betont die rüstige Pfarrersköchin, die gerne Zeit im Garten verbringt und sich liebevoll um zwei Katzen kümmert.


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