Neuer Schub für Kampagne „Gut zu wissen“
REGION STEYR. 68 Prozent der Österreicher wünschen sich eine Herkunftskennzeichnung bei Lebensmitteln, auch bei der Verpflegung außer Haus.

2015 hat die Landwirtschaftskammer Österreich die Aktion „Gut zu wissen“ ins Leben gerufen, also die freiwillige Herkunftskennzeichnung bei Fleisch und Eiern in der Gemeinschaftsverpflegung. Der Bauernbund verleiht der Kampagne nun neuen Schwung.
Eine Überlebensfrage
„Es handelt sich hier um ein langjähriges agrarpolitisches Anliegen der Bauernvertretung. Für unsere kleinstrukturierte bäuerliche Landwirtschaft ist es eine Überlebensfrage, dass unsere heimischen Produkte von den Konsumenten in den Regalen oder in der Gemeinschaftsverpflegung gekauft werden. Das hilft den Bauern, gleichzeitig leisten wir aber auch einen Beitrag zum Klimaschutz, da lange Transportwege wegfallen und der Erhalt unserer schönen und gepflegten Kulturlandschaft ermöglicht wird“, betont Bauernbund-Bezirksobfrau Edeltraud Huemer. Die verpflichtende Herkunftskennzeichnung wurde auch im Regierungsprogramm verankert. „Mit dem AMA-Gütesiegel ist in den vergangenen Jahren eine hervorragende Basis geschaffen worden, auf der wir nun weiter aufbauen wollen“, sagt ÖVP-Nationalrat Johann Singer.
Gäste fordern Regionalität
Regionale Kennzeichnung ist für viele Gastronomiebetriebe in Steyr-Land bereits selbstverständlich. Etwa im Holzhaus Eins in Adlwang. „Die Verwendung von regionalen Zutaten ist für uns nicht nur Herzensangelegenheit, sondern wird von unseren Gästen ausdrücklich gewünscht“, erklärt Gastronom Jürgen Maurhart. „Unsere Zutaten stammen derzeit von 105 Direktvermarktern aus der Region. Der Kontakt zu unseren Lieferanten wurde über die Landwirtschaftskammer ermöglicht, somit konnten wir unsere Partner aus einer Vielzahl von Betrieben gezielt auswählen.“


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