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Samariterbund: Ernst Eibensteiner fordert Gleichheit für alle Rettungsorganisation

Lisa Hackl, 05.05.2020 17:57

ALKOVEN. Der Arbeitersamariterbund steht wie viele Rettungsorganisationen in Österreich vor neuen Herausforderungen. Die coronabedingten Einschränkungen ändern einiges in den Abläufen der Rettungsorganisation, wie Obmann und Dienststellenleiter Ernst Eibensteiner verrät. 

Ernst Eibensteiner ist Geschäftsführer des Arbeitersamariterbunds in Alkoven. Er fordert eine Gleichstellung aller Rettungsorganisationen. Foto: Samariterbund

Die Krankentransporte sind in den vergangenen Wochen erheblich zurückgegangen. Dies bedeutet für den Arbeitersamariterbund nicht nur einen Rückgang der Tätigkeiten, sondern auch erhebliche finanzielle Einbußen. Die Mitarbeiter werden aktuell in ein zweiwöchiges Dienstrad eingeteilt. Die beiden Gruppen begegnen sich im Normalfall nicht und können so auch im Fall einer Corona-Infektion den Betrieb aufrechterhalten. Änderungen im Ablauf gab es auch im Bereich „Essen auf Rädern“. Die Mitarbeiter des Arbeitersamariterbundes, die der Risikogruppe angehören, sind zurzeit vom Dienst freigestellt und müssen durch jüngere Kollegen ersetzt werden. Dies bedeutet einen Mehraufwand in der Organisation, erklärt Ernst Eibensteiner. Kurzarbeit konnte trotz der finanziellen Einbußen bislang für alle Mitarbeiter verhindert werden.

Gleichstellung gefordert

Eibensteiner betont, dass der Arbeitersamariterbund nahezu gleiche Aufgaben wie andere Hilfsorganisationen übernehmen. Er fordert eine Gleichstellung aller Rettungsorganisationen auf österreichweiter Basis. Der Präsident des österreichischen Arbeitersamariterbunds Franz Schnabl hatte bemängelt, dass bei der Organisation von Schutzausrüstung, bei der Stopp-Corona-App und bei den Einschaltungen der Bundesregierung andere Hilfsorganisationen bevorzugt werden. Zum Wohl der Bürger müsse man bei der Organisation in der Krise gemeinsam an einem Strang ziehen, betont Eibensteiner. Die Versorgung von Klienten und Mitarbeitern sollte an erster Stelle stehen.

Schulungen wieder möglich

Mit Beginn der Einschränkungen wurden alle Schulungen mit externen Teilnehmern wie Erste-Hilfe-Kurse bis auf weiteres gestrichen. Sofern die Infektionsrate des Corona-Virus weiterhin sinkt, soll es möglich sein, ab Anfang Juni unter wieder Schulungen abzuhalten. Intern wurde die Ausbildung zum Rettungssanitäter auf ein elektronisches Übungsprogramm und Unterricht in Kleinstgruppen umgestellt.

Suche nach Zivildienern

Mit Beginn der Corona-Zeit hätten einige der Zivildiener des Arbeitersamariterbundes freiwillig ihre Anwesenheit verlängert. Einige weitere hätten sich zurückgemeldet und hätten erneut beim Arbeitersamariterbund zu arbeiten begonnen. Dennoch waren in den letzten Turni nur vier statt der üblichen zehn Zivildiener beim Samariterbund beschäftigt. Bis zum Sommer prognostiziert Eibensteiner einen Engpass an Hilfskräften. Die Dienststelle in Alkoven sei auf der Suche nach Zivildienern ab August.


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