Initiative rund um den Erhalt der Sonderschulen: "Wir wissen nicht, wie es weitergeht"
BEZIRK ZWETTL. Vor wenigen Wochen erfolgte der Start der Initiative für den „Erhalt der Sonderschulen“ seitens des NÖ Arbeitnehmerinnen- und Arbeitnehmerbund (NÖAAB). Im Zwettler Bezirk wurden 671 Unterschriften im Zuge der Aktion beigesteuert.

„Die Reaktion der Menschen zeigt ganz deutlich, dass die Sonderschulen in unserem Schulsystem nicht wegzudenken sind. Deswegen sagen wir ganz klar: Eltern sollen Wahlfreiheit haben - Wir wollen die Sonderschulen erhalten“, so NÖAAB-Bezirksobmann Alfred Grünstäudl.
In SPÖ-Kreisen betonte man in den letzten Monaten immer wieder den Plan zur Abschaffung der Sonderschulen bis 2020.
Alles im Unklaren
Schon im August 2014 gab das Bildungsministerium bekannt, dass Sonderschulen für Kinder mit Behinderungen in Österreich ab 2020 nur noch die Ausnahme sein sollen. Eine solche Ausnahme sollte eigentlich die Landessonderschule Allentsteig (LSS) darstellen, hieß es zumindest noch im Frühjahr 2015 von Bildungslandesrätin Barbara Schwarz (VP). Der Fortbestand der dortigen Schule schien gesichert.
Auf Tips-Nachfrage zeigte sich in Allentsteig aber kein klares Bild: „Wir wissen de facto nicht, wie es mit unserer Schule weitergeht, wir bekommen keine klaren Antworten. Das ist kein wertschätzender Umgang gegenüber den Mitarbeitern“, beschreibt die Direktorin der LSS Allentsteig, Romana Niedhart, die derzeitige Situation. Sie sieht trotz Befürwortung des Inklusionsgedankens für manche Kinder keine Chance in einer Regelschule. Gerade für Kinder, die viel Instabilität, Beziehungsabbrüche und sehr heftige Geschichten erlebt haben, sei ein Sicherheitsrahmen mit klaren Strukturen, Kontinuität und konstante Bezugspersonen wichtig.
Weitere Sonderschulen im Bezirk gibt es noch in Ottenschlag und Zwettl.


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