Feueralarm am Truppenübungsplatz Allentsteig
ALLENTSTEIG. Seit Mittwochabend liegen Rauchschwaden und beißender Rauchgeruch über dem Truppenübungsplatz Allentsteig und den umliegenden Ortschaften. Eine Übung mit schweren Geschützen hat offensichtlich größere Flächen des Truppenübungsplatzes in Brand gesetzt.

“Viele Anrainer beschweren sich über das Vorgehen am Truppenübungsplatz. Lärm sind sie beinahe schon gewohnt. Aber seit dem Vorjahr kommt es immer öfter zu großflächigen Bränden am Truppenübungsplatz. Der intensive Brandgeruch ist kilometerweit zu riechen, die Rauchsäulen weithin zu sehen und überall findet man Rußpartikel“, sagt Landtagsabgeordnete Silvia Moser (Die Grünen), die selbst am Rande des Tüpl wohnt. „Die Menschen verstehen nicht, dass bei der herrschenden Trockenheit und derzeitigen Hitzewelle Schießübungen mit schweren Geschützen stattfinden dürfen und man damit Brände provoziert. Sie fürchten eine unkontrollierte Ausbreitung dieser Brände und gesundheitliche Schäden durch den Rauch.“ Die Bezirkshauptmannschaft Zwettl hat schon im April aufgrund der Trockenheit ein Verbot zum Zweck der Vorbeugung gegen Waldbrände erlassen, wonach man im Wald weder rauchen noch ein Feuer entzünden darf. Silvia Moser: „Es ist inakzeptabel, dass sich das Heer über solche Verordnungen hinwegsetzen darf. Schießübungen werden ohne Rücksicht auf uns Menschen und die Natur durchgeführt. Ein Wahnsinn in Zeiten der Klimakatastrophe!“, appelliert Silvia Moser an das Bundesheer von derartigen Übungen abzusehen. Silvia Moser: „Bundesheer ignoriert Erlass der BH Zwettl wegen Trockenheit und provoziert bewusst Brände.“


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