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ALTLENGBACH. In der letzten Sitzung des Jahres 2016 hat der Altlengbacher Gemeinderat den Haushaltsvoranschlag für das kommende Jahr beschlossen. Er sieht Ausgaben von insgesamt 7,2 Millionen Euro vor, davon rund 5 Millionen Euro im ordentlichen Haushalt und 2,2 Millionen Euro im außerordentlichen Haushalt.

  1 / 2   In der letzten Sitzung des Jahres 2016 hat der Altlengbacher Gemeinderat den Haushaltsvoranschlag für das kommende Jahr beschlossen. Foto: Erwin Wodicka

„Der Haushalt spiegelt eine stabile Entwicklung wider, die nach oben zeigt“, meinte Bürgermeister Michael Göschelbauer. „Wir haben für heuer und nächstes Jahr wieder einige wichtige große Projekte, das sieht man dann natürlich auch in den Haushaltsdaten.“ So soll der neue Kindergarten fertig gestellt werden, auch der Neubau der Krabbelstube wirke sich aus.

Projekt Regenwasserkanal

„Neu ist ein großes Projekt für einen Regenwasserkanal im Gebiet Kaiserhöhe und Klarahöhe, das in Summe rund 550.000 Euro kosten wird“, so Göschelbauer. „Wir haben dort dringenden Handlungsbedarf, damit wir die Sicherheit aller Bauparzellen gewährleisten können.“ Das Projekt erstrecke sich auf insgesamt drei Jahre.

Infrastruktur im neuen Ortsteil

Auch mit der Infrastruktur für den neuen Ortsteil in Nest werde im kommenden Jahr begonnen. „Wir müssen dort Kanal, Wasser, Straße und Leitungen neu errichten, um die neuen Grundstücke versorgen zu können. Ab kommendem Jahr wird mit dem Verkauf der neuen Baugrundstücke begonnen. Wir haben schon zahlreichen Anfragen und daher auch entsprechende Einnahmen im Haushalt aus dem Verkauf der Grundstücke eingeplant“, erklärt der Bürgermeister.

Schuldenstand steigt mit großen Investitionen

Durch die großen Investitionen der Gemeinde steige auch der Schuldenstand an. „Wichtig ist aber, dass diesen Darlehen ja geschaffene Werte – wie etwa der Kindergarten – gegenüberstehen. Auch der Kauf der Grundstücke in Nest belastet unsere Darlehensbilanz, daraus gibt es aber in Zukunft auch Rückflüsse aus den Verkäufen“, so Göschelbauer.

Neues Ortszentrum

Ebenfalls im kommenden Jahr sollen die Planungen für das neue Ortszentrum konkretisiert werden. „Hier gibt es schon viele Ideen, zu Jahresbeginn werden wir in der Arbeitsgruppe die Pläne gemeinsam präzisieren und versuchen, dass wir im ersten Halbjahr zu einer groben Planung kommen können“, erklärt der Orts-Chef.

Unstimmigkeiten mit der FPÖ

Der Voranschlag wurde mit den Stimmen der ÖVP und der SPÖ beschlossen. „Wie üblich hat die FPÖ dagegen gestimmt, aber das sind wir inzwischen gewohnt, dass es hier kein Interesse an einer sachlichen Arbeit gibt“, weist Göschelbauer auf Unstimmigkeiten mit der FPÖ Altlengbach hin.

„Emotionale Eskalation“

Denn bei der Gemeinderatssitzung soll es laut Vizebürgermeister Daniel Kosak zu einer „emotionalen Eskalation“ gekommen sein. Der freiheitliche Gemeinderat hatte beantragt, dass eine WC-Anlage im Kindergarten behindertengerecht ausgeführt werden soll. „Sie stehlen uns hier die Zeit mit solchen sinnlosen Anträgen“, ärgerte sich Vizebürgermeister Kosak in seiner Wortmeldung. „Selbstverständlich ist der gesamte Neubau behindertengerecht und barrierefrei ausgeführt, alles andere wäre gesetzwidrig. Ich habe es satt, dass hier von der FPÖ ständig Anträge gestellt werden, ohne sich vorher auch nur minimal zu informieren.“ Das neue Gebäude habe zwei behindertengerechte Sanitäranlagen, in jedem Geschoss eine. „Der Zugang ist rollstuhlgerecht, im Inneren des Gebäudes wird sogar ein Aufzug eingebaut, damit die Überwindung der Treppen kein Hindernis ist“, so Kosak weiter.

Thema „Wahlbeisitzer“

„Mir wäre es lieber, wenn die FPÖ sich um die Dinge kümmern würde, wo wirklich Handlungsbedarf besteht. Beispielsweise um die Nominierung von ausreichend vielen Wahlbeisitzern. Bei der Präsidentschaftswahl sollten die Freiheitlichen neun Beisitzer nominieren, geblieben ist es bei einem einzigen. Alle anderen Parteien haben die Arbeit für jene gemacht, die die Wahl angefochten haben“, ärgerte sich der Orts-Vize. Rund 30 Beisitzer von ÖVP und SPÖ hätten die Wahl abgewickelt, „von den Freiheitlichen war bei uns – mit Ausnahme eines einzigen Beisitzers – nichts zu sehen. Darüber sollte sich Herr Singer bei Gelegenheit einmal Gedanken machen“, richtete Kosak seine Kritik an den zuständigen FPÖ-Gemeinderat Wilhelm Singer.


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