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ALTMÜNSTER. Wie sehr den Altmünsterern die Verkehrssituation auf der B 145 unter den Nägeln brennt, zeigte ein Infoabend im Agrarbildungszentrum. Über 1000 (!) Zuhörer lauschten den Ausführungen der Experten des Landes und sorgten für eine rege Diskussion.

Der stetig steigende Verkehr auf der B 145 trifft Altmünster ganz besonders. Der Ruf nach einer großräumigen Verkehrslösung wird daher immer stärker.

Rund 20.000 Fahrzeuge durchqueren täglich das Altmünsterer Ortsgebiet auf der B 145. Dass die Gemeinde damit an der Kapazitätsgrenze angelangt ist, davon waren auch die Experten überzeugt. Fünf verschiedene Varianten – von der Untertunnelung der bestehenden Bundesstraße über Tunnelvarianten mit offenen Bereichen bis zum Seetunnel – hatten sie im Vorfeld unter die Lupe genommen und präsentierten das aus ihrer Sicht Für und Wider den Altmünsterern. Insbesondere die zu erwartenden Kosten und Genehmigungsrisiken standen dabei im Vordergrund. Die Verkehrsplaner betonten mehrmals, dass es sich lediglich um Vorschläge und Projektideen handeln würde. Die grob geschätzten Kosten würden sich bei fast allen um 200 Millionen Euro bewegen. Einige der Varianten seien aber ohnehin aus diversen Gründen unrealistisch – zum Beispiel ein Seetunnel.

Bis Mitte September Zeit für private Vorschläge

Man wolle einen großräumigen Verkehrsplan entwickeln und die Bevölkerung aktiv in den Entscheidungsprozess einbinden. Daher rief man die Zuhörer auf, selbst noch Vorschläge einzubringen und diese bis 15. September am Altmünsterer Gemeindeamt zu deponieren. Man werde diese ebenso sorgfältig prüfen wie die beim Infoabend vorgestellten Varianten.

Eine Alternative hat bereits Josef Feichtinger ausgearbeitet. Er hatte im Vorjahr mit der Gründung einer Bürgerinitiative Bewegung in den politischen Stillstand gebracht. Sein Vorschlag führt vom B 145-Parkplatz oberhalb der Fliegerschule in Richtung Kinderdorf und dem Gebäude der Telekom Austria. Dort trifft sie mit einer Variante der Landesstellen zusammen und führt in der gleichen Trasse weiter bis zum Südportal. Die Vorteile seiner „Variante 3a“: Sehr viele Menschen, die zwischen Fliegerschule und oberhalb des Solarbades wohnen, würden den Unannehmlichkeiten der Bundesstraße befreit. „Außerdem führt sie von der Fliegerschule rund 1700 Meter durch ein komplett unverbautes Gebiet. Die Fahrstreckenverkürzung beträgt zudem 1000 Meter“, so Feichtinger.


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Gastuser
Gastuser
04.07.2016 21:58

Aha, die Kinder des Kinderdorfes Altmünster wohnen in "komplett unverbautem Gebiet"


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