Krimi: „Da Wolf auf da Gstettn“
AMSTETTEN. Der Wahlamstettner Jürgen Gerstmayer hat mit „Da Wolf auf da Gstettn“ seinen ersten Krimi vorgelegt.

AMSTETTEN. Der Landarzt und Musiker Jürgen Gerstmayer – auch bekannt als Doc.G – ist nun auch unter die Krimi-Autoren gegangen. Sein erster Krimi – „Da Wolf auf da Gstettn“ – spielt in einer kleinen Gemeinde am Land. Im Wirtshaus raunen die Trinker, dass der Werwolf wieder umgeht. Und tatsächlich findet sich bald eine grässlich verstümmelte Leiche. Als Ermittler kommt der Kommissar Max Silber ins Dorf.
Gerstmayr hat sich bei dem Roman aufs Wesentliche beschränkt, was die Handlung sehr schnell vorantreibt. Gerstmayer verzichtet auf ausführliche Beschreibungen und die Handlung erschließt sich vor allem aus den Dialogen, die den größten Teil des Buches ausmachen. So bleibt es dem Leser überlassen, den Rest mit Fantasie aufzufüllen, was durchaus seinen Reiz hat. Die düstere Stimmung im regnerisch kalten November kommt auch in den Dialogen sehr gut rüber und auch die sich zum Schluss hin steigernde Spannung fängt Gerstmayer auf sehr fesselnde Weise ein. Doch wünscht man sich beim Lesen ein paar Nebenhandlungen und Millieustudien. Sobald man zu lesen begonnen hat, tut man sich schwer, das Buch wieder aus der Hand zu legen. Und wenn am Schluss verkündet wird, dass weitere Abenteuer des Max Silber folgen, freut man sich schon auf den Folgeband. Auch eine Hörbuchfassung samt „Wolfslied“ kündigt Gerstmayer an. Da der Roman vor allem aus Dialogen besteht, würde er sich auch sehr gut für eine Theaterfassung eignen.


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