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Elisabeth Aichberger: „Klassik und Blasmusik schließen einander nicht aus“

Norbert Mottas, 05.04.2022 12:42

WOLFSBACH/STADT HAAG. Beim Konzert der Philharmonie Oberes Mostviertel in der Mostviertelhalle Haag tritt Elisabeth Aichberger (20) aus Wolfsbach als Solistin mit ihrem Wiener Horn auf. Sie wird das dritte Hornkonzert von Wolfgang Amadeus Mozart spielen. Tips-Redakteur Norbert Mottas bat Elisabeth Aichberger zum Interview.

Elisabeth Aichberger (20) spielt seit dem siebten Lebensjahr Horn. (Foto: privat)
Elisabeth Aichberger (20) spielt seit dem siebten Lebensjahr Horn. (Foto: privat)

Tips: Ab deinem siebten Lebensjahr bekamst du Horn-Unterricht. Mittlerweile studierst du Horn an der Anton Bruckner Privatuniversität Linz. War Horn für dich immer schon das Instrument erster Wahl?

Aichberger: Da mein Vater selbst aktiver Hornist in der örtlichen Musikkapelle ist, war es für mich nicht abwegig, dieses Instrument auch zu lernen. Ich hörte schon als kleines Kind die Mozart-Hornkonzerte und dieser besondere Klang beeindruckte schon damals.

Tips: Spielst du weitere Instrumente?

Aichberger: Im Rahmen meines Studiums an der Bruckner-uni spiele ich noch Klavier als Ergänzungsfach.

Tips: Du kommst aus einer sehr musikalischen Familie. Gibt es bei euch manchmal Hausmusik?

Aichberger: Vor allem zu besonderen Anlässen und bei Familienfesten musizieren wir gemeinsam. Da ich aus einer Großfamilie komme, sind viele Instrumente vertreten und so ist es uns möglich, ein abwechslungsreiches Repertoire zu spielen und eine kleine Musikkapelle auf die Beine zu stellen.

Tips: Welche Musik hörst du privat, abseits von deinem Studium, am liebsten?

Aichberger: Einen konkreten Musikgeschmack habe ich gar nicht, aber ich höre in meiner Freizeit eigentlich alles außer „Hard Rock“.

Tips: Welche Preise und Auszeichnungen, die dir bisher für deine Musik verliehen wurden, bedeuten dir am meisten?

Aichberger: Der wohl bedeutendste Preis für mich ist der Titel „Bundessiegerin“ beim Jugendmusikwettbewerb „prima la musica“ 2021. Weil es meine letzte nach insgesamt sieben Teilnahmen war und ich die meisten Punkte in der höchsten Altersklasse erreichte.

Tips: Sind musikalische Wettbewerbe allgemein wichtig?

Aichberger: Für mich waren die Wettbewerbe sehr wichtig, denn ich setzte mir so ein „kleines“ Ziel im musikalischen Schuljahr. Natürlich beansprucht das Einstudieren des Wettbewerbsprogramms viel Zeit, in der andere Übungsansätze etwas zu kurz kommen. Aber ich möchte diese Wettbewerbsvorbereitungszeit alleine wegen der Bühnenerfahrung und dem Wettbewerbsambiente nicht missen.

Tips: An welches Konzert, bei dem du mitgewirkt hast, erinnerst du dich am liebsten?

Aichberger: Im Jahr 2013 durfte ich im Festspielhaus in St. Pölten beim prima la musica-Landes-Preisträgerkonzert auftreten. Mit meinen elf Jahren faszinierte mich die Tatsache, eine eigene Garderobe zu besitzen und festgelegte Bühnenproben zugeteilt zu bekommen.

Tips: Du spielst beim Musikverein Wolfsbach und bist Mitglied der Philharmonie Oberes Mostviertel. Wie lassen sich diese beiden Welten verbinden?

Aichberger: Klassik und Blasmusik schließen einander meiner Meinung nach nicht aus, sondern stellen für mich eine interessante Abwechslung dar.

Tips: Bist du vor Auftritten nervös?

Aichberger: Meistens ist die nötige Anspannung spürbar, um sich auf den Auftritt einstellen zu können. Während des Musizierens lässt die Nervosität meist nach und ich versuche, den Moment zu genießen.

Donnerstag, 7. April, 19.30 Uhr Mostviertelhalle HaagKarten: oeticket.com, Sparkassen Haag, St. Valentin und St. Peter in der Au sowie Orchestermitglieder oder Tel. 07434/44840

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