Kultmusical „Grease“ bringt das Lebensgefühl der 1950er-Jahre nach Amstetten
AMSTETTEN. Petticoat, Pomade und „Pink Ladies“ – ab 20. Juli wird der legendäre Musical-Klassiker „Grease“ in der Johann Pölz-Halle für gute Laune sorgen.

„Wir sind wirklich stolz, das Musical ‚Grease‘ nach Amstetten bekommen zu haben. Das ist eine Auszeichnung für uns“, freute sich Bürgermeister Christian Haberhauer bei der Präsentation der drei Hauptdarsteller Deike Darrelmann (Sandy), Alexander Auer (Danny) und Katharina Gorgi (Rizzo).
Die „Greaser“
Benannt nach der Subkultur der amerikanischen Arbeiterklasse der 1950er-Jahre, deren Anhänger als „Greaser“ bezeichnet wurden, spielt das Musical im Jahr 1959 an der fiktiven Rydell High School. Die Geschichte folgt zehn Teenagern aus der Arbeiterklasse, die sich durch Komplexitäten wie Gruppenzwang, Politik, persönliche Grundwerte und Liebe bewegen. Die Partitur orientiert sich an dem frühen Rock‘n‘Roll von Buddy Holly, Little Richard oder Elvis Presley.
Legendäres Stück
„Grease“ war sowohl auf der Bühne als auch auf der Leinwand erfolgreich. Am New Yorker Broadway lief die Show ganze 3.388 Mal, am Londoner West End wurde sie mit Richard Gere in der Rolle des Danny zum Hit. Die Verfilmung aus dem Jahr 1978 mit John Travolta als Danny und Olivia Newton John als Sandy ist legendär.
Songs nach wie vor beliebt
Die Songs sind – dank dieser Verfilmung – zu Hits geworden: „You‘re The One That I Want“, „Summer Nights“, „Greased Lightnin‘“ oder die Ballade „Hopelessly Devoted to You“ sind bis heute in den Playlists der Radiostationen vertreten. Zu diesem Soundtrack, der Generationen geprägt hat, erzählt „Grease“ die Geschichte der turbulenten Reise von Danny und Sandy, den „T-Birds“ und den „Pink Ladies“. Wir schreiben das Jahr 1959 an der Rydell High School. Der Abschlussjahrgang ist in Hochform. Die für die Schule viel zu coolen „T-Birds“ stehlen Radkappen, die Kaugummi kauenden „Pink Ladies“ sehen heiß aus in ihren Petticoats.
Beziehungsstatus: Es ist kompliziert
Im Mittelpunkt der Geschichte steht die Romanze zwischen dem coolsten Typen der Schule, Danny Zuko, und dem süßen „neuen“ Mädchen, Sandy Dumbrowski. Die beiden hatten eine geheime Sommerromanze. Als sie sich jedoch am ersten Schultag wiedertreffen, ist alles anders, schwierig und kompliziert. Sandy versucht, sich durch die kniffligen sozialen Gewässer der Schule zu navigieren und Dannys Aufmerksamkeit wieder auf sich zu ziehen. Danny jedoch geht es hauptsächlich darum, seinen Ruf als harter Kerl zu wahren. Am Ende helfen die „Pink Ladies“ Sandy, den Anführer der „T-Birds“ zurückzugewinnen.
„Mutter aller Teenager-Komödien“
„Grease ist die Mutter aller Teenager-Komödien. Es ist ein Musical mit tollen Charakteren, die einen Hang zur Sozialkritik in sich tragen, und mit einer Geschichte, die ans Herz und an die Seele geht“, erklärt Intendant und Regisseur Alex Balga. Das Publikum dürfe sich auf „energiegeladene Choreografien“ und auf ein ganz besonderes Bühnenbild mit einer „riesengroßen Billboardwand“, also einer Werbeplakatwand, freuen.
Bereits über 5.000 Karten verkauft
„Wir haben aktuell bereits 5.466 Karten für die Vorstellungen in der Pölz-Halle verkauft. Das ist der höchste Stand zu dieser Zeit. Also: Karten bitte rechtzeitig sichern!“, freut sich Produzent Christoph Heigl über das große Interesse am diesjährigen Sommermusical.
Problem: Beschaffung von Material
Bezüglich Corona gehe er davon aus, dass man ohne Limits spielen könne. Man habe aber Maßnahmen in der Produktion getroffen, um Ausfälle im Team zu verhindern. Größere Sorge habe Heigl jedoch die Beschaffung von Material für Metall- und Holzbauarbeiten bereitet. „Die Bühne entsteht in der Johann Pölz-Halle. Das war und ist diesmal wirklich eine Challenge – einfachste Bestellungen wurden plötzlich zum Problem. Wir haben aber einen guten Fundus, auf den wir zurückgreifen können“, erklärt der Produzent.
Neue Tonanlage
Noch vor dem Musical Sommer wird in der Johann Pölz-Halle die 27 Jahre alte Tonanlage durch eine neue ersetzt. Investiert werden 230.000 Euro. „Das macht einfach Sinn. Mit der alten Anlage haben wir die Vorgaben vieler Bands nicht mehr erfüllt und mussten auf teure Miet-Geräte zurückgreifen. Mit der neuen Anlage können wir ein tolles Musikerlebnis bieten und sind auf dem modernsten Stand der Technik. Alleine durch die Musical-Einnahmen amortisiert sich die Investition in unter zehn Jahren“, so Heigl.


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