Vorfreude auf "Emil und die Detektive"
BLINDENMARKT. Die Herbsttage Blindenmarkt bringen diese Jahr als zweite Eigenproduktion „Emil und die Detektive“, ein Theaterstück mit Musik nach dem Jugendbuchklassiker von Erich Kästner. Auch 23 Schülerinnen und Schüler der Musikmittelschule Blindenmarkt im Alter von elf bis 14 Jahre wirken an dem Stück mit und überzeugen mit erstaunlicher Professionalität.

Michael Garschall, der Intendant der Herbsttage Blindenmarkt, erklärte: „Wir trotzen den Krisenzeiten und leisten uns heuer zwei Eigenproduktionen“. Neben der Operette „Der Graf von Luxemburg“ kommt das Theaterstück mit Musik „Emil und die Detektive“ auf die Bühne der Ybbsfeldhalle. Für Garschall zählt das Buch „Emil und die Detektive“ von Erich Kästner zu den Jugendbuchklassikern schlechthin. Als Kind hatte er das Buch mit Freude gelesen. Da die Werke von Kästner gerade - vor allem in Verfilmungen - eine Renaissance erleben, ist die Wahl des Stückes gut getroffen. Im Original handelt das Buch in Berlin der späten 20er-Jahre und ist im Jargon der damaligen Jugendsprache verfasst. Doch der Regisseur Christoph Sommersguter hebt das Stück aus dieser Zeitepoche in eine aktuellere Zeit.
Das Stück ist zwar kein Musical aber er es enthält Musik von Thomas Zaufke. Da diese Musik sehr gut durchdacht ist, wurde – anders als bei Pipi Langstrumpf – keine eigene Musik komponiert.
“Emil und die Detektive“ kommt mit einer großen Besetzung auf die Bühne. Es gibt 15 Rollen, mache werden als Doppelrollen gespielt.
Besonders freut sich Garschall, dass auch 23 Kinder der Musikmittelschule Blindenmarkt mitwirken, es mehr Mädchen als Burschen dabei. Auch der Schulleiter Ulrich Schmalzl ist begeistert. Es ist eine Freude zu sehen, mit welch großem Engagement die jungen Leute in die Proben gehen. „Nach einer Probe sind die Kinder fix und fertig, aber ihre Augen glänzen.“ Die Proben sind tatsächlich fordernd, da auch eine anspruchsvolle Choreographie einstudiert werden muss. Schmalzl attestiert den Kindern große Professionalität. Das Einstudieren übernehmen die Lehrerinnen Stefanie Greigeritsch und Stefanie Weinstabl mit großem Einfühlungsvermögen. Das Ziel ist das „Wohlfühlen auf der Bühne“.
Während man bei den Kindern kaum Lampenfieber oder Nervosität vor den Aufführungen sieht, zeigen ich die Eltern eher nervös. Schmalzl rät den Eltern, die Kinder nicht mit Nervosität anzustecken. Denn die Kinder können das, da sie intensiv geübt und geprobt haben. Außerdem wissen sich die Kinder im Ganzen des Ensembles gut aufgehoben. So wie sich Emil im Stück in der Gruppe Kinder, die ihm helfen, aufgehoben fühlt.
Schmalzl erklärt, dass auch die anderen Kinder der Schule, die nicht mitwirken, vom Theaterstück profitieren: Sie sehen, was möglich ist, wenn man sich dahinterklemmt und konsequent übt. Das gibt ihnen einen enormen Motivationsschub.
Zu den öffentlichen Vorstellungen gibt es auch eigene Schulvorführungen, wobei die sich Schülerinnen und Schüler im Unterricht bereits im Vorfeld mit „Emil und die Detektive“ beschäftigen.
Geeignet ist das Stück für Kinder ab fünf Jahren aber selbst jüngere können das Stück genießen.
Insgesamt werden 4000 Leute „Emil und die Detektive“ gesehen haben.


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