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AMSTETTEN. In Anwesenheit des Regisseurs Hans Hochstöger und mit anschließendem Filmgespräch zeigt der Verein Perspektive Kino den Film „Endphase“.

 (Foto: filmdelights Hans Hochstöger)
(Foto: filmdelights Hans Hochstöger)

Endphase erzählt die Geschichte eines der letzten Massaker des Zweiten Weltkriegs. In der Nacht vom 2. Mai 1945,weniger als eine Woche vor Ende des Krieges, wurden 228 jüdische ZwangsarbeiterInnen aus Ungarn in der kleinen österreichischen Gemeinde Hofamt Priel von bis heute unbekannten Tätern ermordet. Trotz Augenzeugenberichten gab es weder einen Prozess noch Ermittlungen. Heute erinnert nur ein kleiner Stein an die Tat.

Erinnerungsarbeit scheitert häufig an der Sorge, sich in der eigenen Region Feinde zu machen. Daher müssen die Nachgeborenen den Mut aufbringen, unbequeme Fragen zu stellen. Im niederösterreichischen Hofamt Priel ist das der Filmemacher und Fotograf Hans Hochstöger, der einen Dokumentarfilm gedreht hat, der gleichsam eine Spurensuche nach einem fast vergessenen Massaker ist. Zeitzeugen schildern ihre Version der Erinnerung aus dem Jahr 1945. Diejenigen, die heute noch von jener Nacht berichten können, tun dies erschüttert, aber sie alle hatten damals – auch das zeigt der Film – ihre eigenen Sorgen, ihre eigenen Ängste. So wurde die Ermordung von 228 ungarischen Juden und Jüdinnen kurz vor Kriegsende für sie zu einem verschwommenen Eindruck. Wer mehr wusste, schwieg.

Di., 25. Oktober, 19.30 Uhr
KulturKiRCHE St. Marien, Amstetten
Eintritt: 7/4 Euro

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