Feine Besonderheiten und Top-Acts großer Künstler
ASCHBACH. Das Jahr 2023 ist keines wie jedes andere. Aschbach feiert 1200 Jahre, wurde nämlich am 28. Juni 823 der Name „Aspach“ in einer Schenkungsurkunde von Kaiser Ludwig dem Frommen erstmals erwähnt. Ganz im Zeichen dieses Jubiläums steht auch das Jahresprogramm des Kulturvereins 361 Grad.

Ein Großteil der Veranstaltungen hat auf spezielle Weise Bezug zu Aschbach. Die beiden Abende „Land:Leben:Lieben?“ und „Henriette flieg!“ verstehen die Verantwortlichen als Beiträge von 361° zu diesem besonderen Anlass. „Kritisch, feiernd, stolz. So wollen wir diesem Jubiläum begegnen“, so der Obmann Peter Hofmayer. Feine Besonderheiten wie beispielsweise das „Anita Obwegs Quartetto“ oder das „Remy Ballot Quartett“ wechseln sich mit absoluten Top-Acts von Konstantin Wecker über Angelika Kirchschlager bis Thomas Gansch ab. Und auch für Kinder wird es wieder ein fantastisches Konzert geben.
Anita Obwegs Quartetto
Den Auftakt macht am Samstag, 18. März 2023, um 20 Uhr das „Anita Obwegs Quartetto“ im Pfarrsaal Aschbach. Mit ihrem Album „Forza“ verdichtet die Südtiroler Sängerin und Akkordeonistin Anita Obwegs ihr musikalisches Schaffen zu einem Meisterstück imaginärer Folklore. Kraft ihrer gleichermaßen packenden wie wandelbaren Stimme stellt sie ihre Eigenkompositionen in ladinischer Sprache, die der Legende nach auf der Alm beim Sennen entstanden sein sollen, jetzt mit dem Anita Obwegs Quartetto vor. Die kunstvolle Instrumentierung mit Akkordeon (Anita Obwegs), Geige und Blockflöte (Karin Kimmeswenger), akustischer Gitarre (Lorenz Müller) und Kontrabass (Philipp Schörghuber) bewegt sich zwischen Bal Folk, ostinatoartigem World Jazz, alpiner Stilistik und osteuropäischen Einflüssen. So evoziert dieses Album womöglich genau das, woraus es entstanden sein mag: eine große Dosis Sehnsucht nach der großen Freiheit.
Haydn meets Piazzolla
Weiter geht es am Pfingstmontag, 29. Mai 2023, um 11 Uhr mit einem Streichquartett. Klassischer geht es eigentlich nicht. Und doch werden die Besucher am Ende sogar Musik von Astor Piazzolla hören. Der französische Dirigent und Geiger Rémy Ballot spielt mit seinem Quartett zu einer exquisiten Feiertags-Matinee im Arkadenhof des Gasthauses Berndl auf. Ein Konzert, das nicht nur Puristen der Kammermusik begeistern soll. Man will eingefahrene beziehungsweise ausgetretene Programmwege klassischer Kammermusik verlassen und neue Stücke für die Besetzung eines Streichquartetts abseits des Repertoires finden. Für das Publikum die perfekte Gelegenheit, sich in vielleicht neue Gefilde zu wagen, in stilvollem Ambiente ganz in dieses elegante Genre der Streicher-Kammermusik einzutauchen und sich entführen zu lassen in verschiedene Epochen der Musikgeschichte. Alle vier Künstler musizieren regelmäßig mit den großen heimischen Orchestern – wie etwa den Wiener Philharmoniker oder dem Bruckner Orchester Linz – und zählen zu den gefragtesten und vielseitigsten Kammermusikern Österreichs.
Top-Act Konstantin Wecker
„Poesie und Musik können vielleicht die Welt nicht verändern, aber sie können denen Mut machen, die sie verändern wollen.“ Dies ist und bleibt der Wunsch des Liedermachers Konstantin Wecker. Die Gäste seines Programms „Solo zu zweit“, das er mit seinem langjährigen Bühnenpartner Jo Barnikel präsentiert, werden am Samstag, 1. Juli 2023, einen Abend erleben, der geprägt sein wird von kraftvollen Tastenklängen und feinfühliger Poesie – und immer auch von der Suche nach dem Wunderbaren. Bei Konstantin Wecker kann man es finden. Der Münchner Musiker setzt sich bei diesem abendlichen Streifzug durch sein über 50-jähriges Schaffen auch weiterhin für eine Welt ohne Waffen und Grenzen ein. Solo. Zu zweit. Und auch solo zu zweit. Und immer für uns alle. „Dass dieser große Künstler die Bühnenbretter unseres mittlerweile fast schon zur Institution gewordenen Pfarrgarten-Open-Airs betreten wird, bedeutet die Welt für uns! Es ist uns eine riesen Ehre, wir sind stolz und freuen uns auf diese mit Sicherheit unvergessliche Sommernacht. Seid dabei! Es wird einfach nur magisch“, ist Peter Hofmayer überzeugt.
1200-Jahr-Feier einmal anders
1200 Jahre Aschbach. Kritisch, feiernd, stolz – so begegnet der Verein 361° diesem Jubiläum. Und feiert in diesem Sinne mal etwas anders. Am Montag, 14. August 2023 erwartet deshalb das Publikum mit „Henriette flieg!“ ein außergewöhnliches Spektakel – und zwar am Parkplatz statt Marktplatz. Beginnen wird der Abend mit dem traditionellen Sommerkonzert der Musikkapelle Aschbach an einem nicht traditionellen Ort, dem Parkplatz des Gasthauses Zmug. Nichts Geringeres als die Uraufführung eines Marsches, ein Kompositionsauftrag von 361°, steht am Programm. Das ist noch nicht sehr „anders“? Stimmt. Das besondere ist das Ambiente. Die Aussicht. Das Flair, welches das über alle Lande bekannte Wa(h)rzeichen Aschbachs versprüht, wenn man so erste Reihe fußfrei beste Sicht darauf genießt. Der Projektionskünstler Markus Kautz setzt sich in seiner Arbeit immer wieder mit heimischen Industrieruinen. In Form von utopischen wie auch realistischen Bildern lässt er die Besucher in eine künstlerisch freie 3D-Welt eintauchen. Später wird ein DJ den Abend musikalisch gestalten.
In der zweiten Jahreshälfte dürfen sich Kulturinteressierte auf Angelika Kirchschlager und Robert Lehrbaumer freuen. Zur Fahrt mit einem kunterbunten Multi-Kulti-Bus sind im November die Kids eingeladen. Das Mitmach-Theater ist eine interaktive, musikalische Reise rund um die Welt. Zwei Veranstaltungen runden das Jahresprogramm schließlich gegen Ende 2023 ab: ein Podiumsgespräch zum Thema „land:leben:lieben?“ und die x-mas-Schlagertherapie. Darüber berichten wir später ausführlicher. Weitere Infos beziehungsweise Karten sind erhältlich unter www.361grad.at.


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.
Jetzt anmelden