Filmabend in Amstetten: "Die Ballade von der weißen Kuh"
AMSTETTEN. Der Verein Perspektive Kino zeigt im Rathaussaal Amstetten den Film „ Die Ballade von der weißen Kuh“ (ab zwölf Jahren). Regie führten Behtash Sanaeeha und Maryam Moghaddam.

Minas (Maryam Moghaddam) Mann wurde unschuldig hingerichtet. Zwar wird Mina als Schadenersatz vom Gericht eine größere Geldsumme zugesprochen, doch in der Zwischenzeit muss sie mit sehr wenig Einkommen ihr Auslangen finden.
Das Blatt wendet sich scheinbar
Als Reza plötzlich vor ihrer Tür steht und sich als Freund ihres Mannes ausgibt, scheint es kurz, als könne es wieder aufwärts gehen. Reza besorgt Mina eine neue Wohnung und überweist ihr Geld, das er angeblich ihrem verstorbenen Mann geschuldet hat. Arglos fasst Mina Zuneigung zu ihm, doch Reza handelt in erster Linie aus einem schlechten Gewissen heraus: Er war nämlich der Richter, der das Hinrichtungsurteil ihres Mannes unterschrieben hat.
Kurze Zeit später, weil man gesehen hat, wie Reza, ein Nicht- Verwandter, bei Mina im Haus war, verliert sie wieder ihre Wohnung. Auch stehen ihre Chancen nicht besonders hoch, den Sorgerechtsstreit um ihre Tochter gegen ihren Schwiegervater und ihren Schwager zu gewinnen. Am besten sie verheirate sich sofort wieder, schlägt letzterer vor und bietet sich bereitwillig selber an ...
Absurder Regelkatalog
Geschickt zeigt der Film, wie sich seine Protagonistin in einem absurden Regelkatalog bewegt und trotz der ihr auferlegten Einschränkungen für ihre Bedürfnisse kämpft. Dabei bewahrt sie bis zuletzt ihren Stolz und ihre Würde.


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