"Europa": Perspektive Kino Amstetten lädt zu Filmabend mit Diskussion
AMSTETTEN. Anlässlich der 69. Amstettner Kulturwochen zeigt der Verein Perspektive Kino am Mittwoch, dem 20. November (19.30 Uhr) im Rathaussaal Amstetten das Drama „Europa“ im Original mit deutschen Untertiteln. Im Anschluss an die Vorführung wird es eine Filmdiskussion mit dem Publikum geben.

Beate Winter (Lilith Stangenberg) ist die junge, ehrgeizige Managerin eines multinationalen, zwielichtigen Konzerns namens „Europa“. Sie reist nach Albanien in ein kleines, abgelegenes und wenig besiedeltes Tal, um, nach etwas Überredungsarbeit, den Einheimischen, einer kleinen Gemeinschaft autarker Bauern, ihr Land abzukaufen.
Scheitern ist keine Option. Ihre Chefs fordern Vollzugsmeldungen, gerne gestern. Doch Winter dringt nicht durch. Ihre Argumente werden von denen, die sie über den Tisch zu ziehen versucht, zurückgewiesen. Das Land sei nichts wert, das Haus baufällig? Die Kinder sollen es anderswo besser haben? Wer wäre sie, um dies beurteilen zu können?
Handlung wurzelt in der Realität
Die Handlung des Films ist Fiktion, aber sie wurzelt in der Realität: Fast alle Menschen, die in diesem Film zu sehen sind, wissen genau, wovon sie sprechen, denn sie spielen sich im Wesentlichen selbst.
Wie soll man das Treiben jener Konzerne nennen, die mit erpresserischen Methoden Dörfer aufkaufen, ganze Täler evakuieren? Ist das ökonomischer Neokolonialismus, ein neuer Imperialismus? Oder sind das zu starke Begriffe? „Es sind die richtigen Worte“, sagt Regisseurin Sudabeh Mortezai ohne den Hauch eines Zweifels.


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