Kulturhof Amstetten lädt zu Lesung mit Martin Prinz
AMSTETTEN. Der Autor Martin Prinz liest auf Einladung des Kulturhofes Amstetten am Montag, dem 20. Oktober, im Rathaussaal Amstetten aus seinem Buch „Die letzten Tage“. Beginn der Lesung ist um 19.30 Uhr.

„Die letzten Tage“ ist ein erschütternder Tatsachenroman über einen einzigartigen Fall österreichischer Zeitgeschichte.
Eine Talöffnung in den Ostalpen, April 1945, die Tage des »Tausendjährigen Reiches« sind gezählt. Innerhalb kürzester Zeit ist es auf ein Nichts geschrumpft, und am Rand dieses Nichts steht die Rote Armee und wartet, bis die Schlacht um Wien entschieden ist.
Wo alles längst zu spät ist, aber eben noch nicht alles vorbei, errichtet Kreisleiter Johann Braun sein höchstpersönliches Standgericht, ein privates Mordregime. Willkürlich werden Menschen abgeurteilt, mit denen er oder einer seiner Helfer eine Rechnung offen hat, »politisch Unzuverlässige«, vermeintliche Deserteure, Angeschwärzte, Männer wie Frauen, Ältere und Jüngere, Leute, die zur falschen Zeit am falschen Ort sind.
Martin Prinz erzählt vom Ungeheuerlichen, nüchtern und den Tatsachen verpflichtet. Das ist möglich, weil den Mördern von damals wenig später der Prozess gemacht wurde. Weil das Monströse in penibler Kleinarbeit aufgearbeitet wurde. Und weil es zwei Menschen, die um ein Haar in das Geschehen verwickelt worden wären, der eine als Täter, der andere als Opfer, ein Leben lang keine Ruhe ließ.
Martin Prinz
Geboren 1973, aufgewachsen in Lilienfeld, lebt Martin Prinz aktuell als Schriftsteller in Wien. Er schreibt Reisegeschichten, Drehbücher und Romane. Für sein Werk hat er bereits zahlreiche Auszeichnungen erhalten, unter anderem den Drehbuch-Preis des Filmfestivals in Gijon.


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