Öko-Tipps für Flüchtlinge
AMSTETTEN/MAUER. Ignaz Röster und Friedrich Heigl von der Energie- und Umweltagentur Niederösterreich (eNu) besuchten die Flüchtlinge im Containerdorf Mauer, um ihnen Tipps zum Energiesparen zu geben.

AMSTETTEN/MAUER. Auf die Idee Ignaz Röster und Friedrich Heigl von der Energie- und Umweltagentur Niederösterreich (eNu) einzuladen kam Karin Steiner, die Quartierbetreuerin der Firma slc-europe, zu deren Agenden auch die Betreuung des Containerdorfes Mauer gehört. „In den Herkunftsländern der Flüchtlinge waren Betriebskosten und vor allem Strom sehr billig. Darum haben sie nie gelernt, achtsam damit umzugehen. Das ist für die Flüchtlinge vor allem dann ein Problem, wenn sie eine eigene Wohnung beziehen und dann vor hohen Betriebskosten stehen“, erklärt Steiner. Deshalb fragte sie bei der eNu in Amstetten an, ob man denn eine Informationsveranstaltung organisieren könnte.
Arabisch und Farsi
Die beiden Energie-Experten Ignaz Röster und Friedrich Heigl fuhren daher zum Containerdorf und zeigten den Bewohnern, wie man bei Haushaltsgeräten Strom sparen könne. Ihre Ausführungen wurden von Hossaini Mohammod ins Farsi (die persische Sprache) und von Marwaeni Abdol-Rahim ins Arabische übersetzt. „Das war mitunter recht unterhaltsam, wenn ein Flüchtling zuerst einem Dolmetscher die Frage stellte, dieser diese dann übersetzte und dann die Antwort rückübersetzte“, erklärt Friedrich Heigl.
Zudem hatten Heigl und Röster Broschüren mit, in denen sich viele Energiespartipps finden. Diese gibt es in Farsi und Arabisch, jenen Sprachen, die die meisten Flüchtlinge verstehen.
Heigl und Röster zeigten etwa den Unterschied, ob man Wasser mit einem Wasserkocher oder einem Topf auf dem Herd kocht oder ob man mit einem Deckel auf dem Topf oder ohne das Wasser kocht. Sie hatten Messgeräte mit, und konnten anhand dieser praktischen Beispiele direkt den Unterschied vorzeigen.
Auch Kühlschrank und Waschmaschine sind energieintensive Geräte. Entsprechend groß ist die Ersparnis im Haushalts-Energieverbrauch, wenn man diese Geräte stromsparend nutzt.Röster und Heigl erklärten auch den Unterschied zwischen Led-Glühbirnen und herkömmlichen Glühbirnen.
Großes Interesse
„Die Bewohner haben sich sehr über den Besuch gefreut und waren an dem Thema sehr interessiert“, erklärt Karin Steiner, wenngleich sie einräumt, dass ein weiterer Vortrag nicht schlecht wäre, da es doch eine Weile dauere, bis man lang praktizierte Gewohnheiten ändert.
Auch Ignaz Röster und Friedrich Heigl freuten sich über das Interesse der Bewohner. Sie bieten diese Vorträge für Interessierte an. Informationen gibt es bei der eNu Amstetten, Tel. 07472/61486. Bei der eNu in Amstetten liegen auch die genannten Energiespar-Broschüren in Arabisch und in Farsi auf.


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