Buch über Diabetes: "Man darf sich von der Krankheit nicht unterkriegen lassen"
WEISTRACH. Im April erscheint im Ennsthaler Verlag das Buch „Danke Diabetes“ von Anita Weinberger. Die Autorin erzählt darin über ihr Leben mit der Krankheit und wie sie gelernt hat, bewusst damit umzugehen.

Anita Weinberger hat Typ 1-Diabetes. Diese Form des Diabetes mellitus kann nicht wie der Typ 2 medikamentös, sondern nur durch die Gabe von Insulin behandelt werden. Die ersten Symptome der Krankheit zeigten sich im Sommer 2010, als Weinberger mit ihrer Familie auf Urlaub in Ägypten war. „Ich war die ganze Zeit extrem müde und hatte immer ein sehr starkes Durstgefühl“, erzählt sie.
Extrem hoher Blutzucker
Am Anfang schob Weinberger die Symptome auf den Jetlag und die extreme Hitze. Nach dem Urlaub verbesserte sich ihr Zustand allerdings nicht. Da Weinbergers Vater Diabetiker ist, riet ihr ihre Mutter, den Blutzucker zu messen. „Der Wert lag über 600. Das war so hoch, dass ihn das Messgerät gar nicht mehr anzeigte (der Blutzucker eines nicht-Diabetikers liegt bei ungefähr 120 Anm.d.Red.)“, erzählt die Autorin.
Schreckensbilder im Kopf
Im Krankenhaus wurde der Blutzucker langsam wieder auf Normalwert runtergeholt. Trotz der eindeutigen Anzeichen für die Krankheit glaubte Weinberger, es nur mit vorübergehenden Symptomen zu tun zu haben. Schreckensbilder wie eine Fußamputation durch zuckerbedingte Gefäßschädigungen schossen ihr durch den Kopf. Besonders schlimm war für sie aber, dass ihre zwei Kinder bei der Erstdiagnose noch klein waren. „Ich habe mir gedacht, wie soll ich das bloß schaffen?“, erinnert sie sich.
Vorsicht beim Sport
Disziplin spielt im Leben eines Diabetikers eine sehr wichtige Rolle. Weinberger ernährt sich mit Normalkost, aber bewusst. Morgens und mittags nimmt sie größere Mahlzeiten zu sich, abends kleinere. Sportarten wie Laufen, Tennis und Schwimmen kann sie problemlos ausüben. Für den Fall, in einen Unterzucker abzugleiten, hat sie immer mehrere Stück Traubenzucker, ein Messgerät und das Handy mit dabei. Das alles und noch viel mehr erzählt Anita Weinberger in ihrem Buch. Ihre Hauptbotschaft ist, immer positiv zu bleiben und sich von der Krankheit nicht unterkriegen zu lassen.


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