AMSTETTEN. Die äquatorialguineanischen Schriftsteller Joaquín Mbomío Bacheng und Matías Elé Nzang besuchten die Spanisch- und Französischgruppe der 7A am Gymnasium Amstetten.

AMSTETTEN. Den Besuch der beiden äquatorialguineanischen Schriftsteller Joaquín Mbomío Bacheng und Matías Elé Nzang hatte die Spanisch- und Französischlehrerin Elisabeth Hofer über Max Doppelbauer, Professor an der Romanistik Wien, organisiert. Dort fand die achte äquatorialguineanische Literaturwoche statt, während der aktuelle Filme und Bücher vorgestellt werden. Max Doppelbauer besucht regelmäßig Guinea Ecuatorial, dieses kleine Land an der westafrikanischen Küste, von dem viele Menschen gar nicht wissen, dass es spanischsprachig ist.
Die Schüler des vertiefenden Wahlpflichtfachs, die auf diesen Besuch inhaltlich und sprachlich sehr gut vorbereitet waren, lauschten gebannt den hochinteressanten Ausführungen von Max Doppelbauer, die von Joaquín auf Französisch und von Matías auf Spanisch ergänzt wurden. So bekamen die Gymnasiasten einen guten Einblick in die kulturelle Szene und die Lebensrealität dieses Landes, das von der Weltpresse kaum wahrgenommen wird.
Reicher Diktator – verarmte Bevölkerung
Joaquín Mbomío Bacheng berichtete in französischer Sprache von der Diktatur in seinem Land und davon, dass der große Reichtum dank sehr ergiebiger Ölquellen ausschließlich von ganz wenigen Menschen im Kreis der Regierung verteilt wird, während die Bevölkerung verarmt ist. Weder Schulen noch Krankenhäuser werden gebaut. Auch die Straßen und die Infrastruktur – vor allem am Land – sind in sehr schlechtem Zustand.Zudem unterdrückt die Regierung jeden Versuch einer freien Meinungsäußerung.
Die Amtssprachen von Guinea Ecuatorial sind Spanisch, Portugiesisch und Französisch, die verbreitesten Muttersprachen der Bevölkerung sind jedoch Fang und Bubi. Joaquín Mbomío Bacheng lebt mittlerweile in Frankreich, wo er als Journalist und Sozialarbeiter tätig ist. Seine Bücher, die er auf Spanisch verfasst, erscheinen mittlerweile auch auf Französisch und Deutsch.


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