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MOSTVIERTEL. Nach dem Jahreswechsel werden wieder die Sternsinger von Haus zu Haus ziehen und für soziale Projekte der Dreikönigsaktion Spenden sammeln.

Die Sternsinger der Pfarre Herz Jesu Amstetten freuen sich bereits auf ihren nächsten Einatz. Foto: Wolfgang Zarl

MOSTVIERTEL. Weihnachtszeit, das ist Sternsingerzeit in Österreich. Die Begeisterung der Menschen für ihre „Heiligen Drei Könige“ ist groß. Sternsingen verknüpft lebendiges Brauchtum mit Engagement für eine Welt, in der ein Leben in Würde für alle Menschen möglich ist. Die von Kindern getragene Sternsingeraktion ist das Fundament des internationalen Hilfswerks der Katholischen Jungschar, der Dreikönigsaktion

Lob von Bundespräsidenten Van der Bellen

Selbst Bundespräsident Alexander Van der Bellen lobt den Einsatz der Kinder: „Ihr überbringt allen eure Botschaft, unabhängig von Glaube und Kultur, unabhängig davon, ob die Leute, wo ihr anklopft, wohlhabend sind oder arm, unabhängig davon, ob sie lange in Österreich leben oder erst vor kurzem zu uns gekommen sind“, erklärte er beim vorigen Besuch einer Abordnung der Sternsinger. Österreichweit sind im Rahmen der Sternsingeraktion der Katholischen Jungschar in den Weihnachtsferien rund 85.000 Kinder unterwegs.

Beachtliche Summen

Sehr eifrig sind die Sternsinger im Mostviertel. Und die Summen, die sie Jahr für Jahr ersingen, können sich sehen lassen: Die Sternsinger der Pfarren im Bezirk Amstetten ersangen rund um den Jahreswechsel 279.776,46 Euro für Menschen in Not.500 Sternsingerprojekte helfen, weltweit Armut und Unrecht zu mildern. Ziel jeder einzelnen Initiative ist es, das Leben zum Besseren zu wenden. In vielen Ländern kommen Sternsinger-Spenden zum Einsatz. Eines davon ist Kenia. In der Hauptstadt Nairobi stehen viele Menschen vor großen Herausforderungen.

Projekte in Nairobi

60 Prozent der Einwohner von Nairobi leben in Slums unter unwürdigen Bedingungen. Nairobis Slums sind riesig. In einem nicht enden wollenden Meer von Wellblechhütten, die kaum Schutz gegen Hitze und Regen bieten, leben über 2,5 Millionen Menschen auf engstem Raum ohne Trinkwasseranschluss, Toiletten und Müllabfuhr. Es mangelt an Gesundheitsversorgung, Schulen und Jobs. Wer hier strandet, findet nur schwer wieder einen Weg hinaus. Für hiesige Verhältnisse unvorstellbar, dass Kinder unter derartigen Bedingungen aufwachsen. Um überleben zu können, brauchen sie Hilfe.

60.000 Kinder leben in Nairobi auf der Straße. Viele müssen betteln, Schuhe putzen oder Müll sammeln, um zu überleben. Die Partnerorganisationen der Dreikönigsaktion sorgen für Nahrung, Kleidung und fürsorgliche Betreuung.Schul- und Berufsausbildung Lesen, Schreiben und Rechnen lernen und die Schule positiv abschließen sind unverzichtbare Schritte, um Armut zu besiegen. Die Partnerorganisationen der Dreikönigsaktion betreiben vier Schulen, in denen über 5.000 Kinder unterrichtet werden. Start-Up für junge MenschenFür die Schulabgänger werden Ausbildungen im Bereich Catering, Hairstyling, Installation und Hochbau, verbundenen mit Trainings on the Job, angeboten. Eine solide Berufsausbildung schafft die Basis für die eigenständige Existenz.Mehr Information gibt es im Internet: www.sternsingen.at


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