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NÖ. Angesichts der momentanen Situation erscheint es laut Landespolizeidirektion NÖ denkbar, dass Kriminelle versuchen werden, die aktuelle Lage für sich zu nutzen und insbesondere über Täuschungsversuche via Internet Kapital aus unvorsichtigem Nutzerverhalten zu schlagen.
 

Foto: jurgenfr/Shutterstock.com
Foto: jurgenfr/Shutterstock.com

Daher gibt die Polizei Tipps zur sicheren Internetnutzung: gerade weil derzeit viele Betriebe oder Dienstleister Home Office-Regelungen getroffen haben, sei es wichtig, dass Nutzer über diverse Sicherheitsaspekte in Kenntnis seien.

Firewall, Virenschutzsoftware & Updates

So sollte man für einen adäquaten Schutz seines Computers durch Firewall und aktuelle Virenschutzsoftware (auch für mobile Geräte) sorgen. Auch Updates sollten durchgeführt werden, insbesondere auch jene, die das Betriebssystem betreffen (notwendige Updates werden im Betriebssystem angezeigt – Updateaufforderungen in Form von Links auf Websites sollten nicht ausgewählt werden)

Backup relevanter Daten

Bedeutend sei auch, für ein Backup relevanter Daten zu sorgen. Dies könne auf einem externen Datenträger geschehen (der ausschließlich für das Schreiben des Backups mit dem Gerät verbunden sein sollte), oder in einer Cloud – hier sollte man aufgrund datenschutzrechtlicher Aspekte eher zu europäischen Anbietern tendieren.

VPN-Verbindung

Greife man von zu Hause aus auf firmeneigene Server zu oder übe finanzrelevante Tätigkeiten online aus, so sei eine Nutzung einer VPN-Verbindung sinnvoll.

Gefälschte E-Mails

Man sollte sich auch bewusst sein, dass E-Mails (auch deren Absenderadressen) gefälscht sein können. Daher ist es wichtig, eingehende E-Mails immer zu hinterfragen, auch wenn diese von vermeintlich vertrauenswürdigen Absendern stammen. Im Zweifelsfall ist eine telefonische Rücksprache von Nöten.

Fernzugriff-Tool

Vorsicht bei Aufforderungen zur Installation eines Fernzugriffs–Tools für das Gerät. Auch hier ist es wichtig, sich vor der Installation bei den Verantwortlichen telefonisch rückzuversichern.

Zugangsdaten/Passwörter

Vorsicht bei der Eingabe von Zugangsdaten / Passwörtren. Im Falle der Aufforderung zu einer solchen Eingabe sollte man immer deren Notwendigkeit hinterfragen und sich im Zweifelsfall telefonisch versichern. Klar ist, dass weder der Arbeitgeber noch ein Geldinstitut via Mail oder Popup zum Klicken auf einen Link auffordern würde.

Falsche Schnäppchen

Besonders aufmerksam sollte man sein, wenn Onlineanbieter mit Schnäppchenangeboten locken, oder wenn es um Waren oder Dienstleistungen geht, die aufgrund der aktuellen Situation schwer verfügbar sind. Es könnte sich um Betrug handeln – hier bitte immer vorab informieren (siehe Websites in der Box)! Bei Online-Einkäufen sollte die Zahlungsoption „Vorkassa“ übrigens vermieden werden!

Online-“Hamsterkäufe“

Für Online-“Hamsterkäufe“ besteht kein Grund. Im Sinne des Gemeinwohls sollten Lieferketten / Lieferdienste durch übermäßiges Onlinebestellverhalten nicht unnötig belastet werden.

Finanz-Jobangebote kritisch hinterfragen

Gerade aufgrund der aktuellen Lage könnten Kriminelle, die sich als Finanzdienstleister oder Ähnliches ausgeben, versuchen, jemanden als Finanzagent, der von zu Hause aus arbeiten kann, anzuwerben. Dabei werde man unter legitim anmutenden Rahmenbedingungen und Geschäftsmodellen ersucht, Geld weiterzuleiten, das in Wirklichkeit aber aus kriminellen Handlungen lukriert wurde. Hier kann man sich der Geldwäsche strafbar machen!  Jobangebote, die „zu schön sind um wahr zu sein“, müssen immer kritisch hinterfragt werden!

Offizielle und geprüfte Information

Allgemein sollte man sich über die derzeitige Situation und Entwicklungen am Laufenden halten, dabei aber ausschließlich offiziellen und geprüften Informationen vertrauen. Die Seite http://hoax-info.tubit.tu-berlin.de/hoax/hoaxlist.shtml prüft fortwährend im Netz bzw. im Social Media-Bereich kursierende (Falsch)meldungen auf deren Substanz und entlarvt sie gegebenenfalls als Hoaxes. Wichtig ist, nicht zu einer Verunsicherung beizutragen, indem ungeprüfte Informationen oder gar erwiesene Fake-News geteilt oder weitergeleitet werden.


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