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Zwei weitere Mitbrüder der Amstettner Salesianergemeinschaft Don Bosco an Coronavirus gestorben (Update: 20.4.)

Michaela Aichinger, 15.04.2020 12:04

AMSTETTEN. Der Salesianerorden hat am Montag bekanntgegeben, dass nach Roman Stadelmann und August Pauger zwei weitere Patres aus der ordenseigenen Alterseinrichtung für Mitbrüder in Amstetten an Covid-19 verstorben sind.  

Foto: Thomas Ledl/Wikipedia
Foto: Thomas Ledl/Wikipedia

Nach dem Tod von August Pauger und Roman Stadelmann vor Ostern sei nun am 19. April Josef Pucher (86) und am 16. April Josef Parteder (82) verstorben. „Beide Mitbrüder hatten Vorerkrankungen und waren in intensivmedizinischer Behandlung“, wird Salesianer-Provinzial Petrus Obermüller auf der Website des Ordens zitiert. „Die Erfahrung des Karfreitags in unserer Gemeinschaft dauert leider noch an.“

Einzelquarantäne

Alle anderen Mitglieder der Gemeinschaft der Salesianer in der Pfarre Herz-Jesu in Amstetten befinden sich derzeit in Einzelquarantäne. Bruder Günter Mayer wurde von der Ordensleitung vor Ostern zur Versorgung und Unterstützung der Patres in die Gemeinschaft entsandt.

„Traurige Schwerkraft des Verlusts“

Provinzial Petrus Obermüller: „Wir spüren die traurige Schwerkraft des Verlusts in unserer Gemeinschaft sehr deutlich, doch unser Blick geht am Kreuz entlang in die Höhe. Denn wir sind getragen von der Kraft der Auferstehung, die uns mit unseren Mitbrüdern verbindet. Von dieser Hoffnung waren sie erfüllt. Sie haben den Tod hinter sich und die Liebe vor sich. Ich bitte um das Gebet für die Verstorbenen und für unsere in diesen Tagen schwer getroffene Gemeinschaft der Salesianer Don Boscos.“

Beisetzung

Im engsten Rahmen wurden die beiden 93-jährigen Salesianerpatres Roman Stadelmann und August Pauger am Amstettner Friedhof beigesetzt. Provinzial P. Petrus Obermüller leitete die Begräbnisfeierlichkeit. Aufgrund der Coronavirus-Beschränkungen wird das Requiem zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt.

Engagement für die Jugend

Der Provinzial betonte das Engagement Pater Stadelmanns für die Jugend. Er erinnerte dabei an eine Anekdote zu Pater Stadelmann: „Einst war es so, dass während des Kirchenputzes Kinder in die Kirche kamen und sich versteckten. Die Kirchenputzer dachten: Jetzt wird Pater Roman aber mit ihnen schimpfen. Das Gegenteil war der Fall: Er mochte es, wenn Kinder fröhlich waren.“ Mit seiner schlichten Art habe er die Jungen erreicht. Die vielen Nachrufe durch die Ministranten zeigten das. Auch Pater Pauger habe als sehr beliebt gegolten – gerade unter den Senioren seiner Pfarre in Wien.


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